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Brexit-Verhandlung : Merkel fordert Geschlossenheit gegenüber den Briten

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) guckt sich gemeinsam mit der polnischen Regierungschefin Beata Szydlo an, was Unternehmen auf der Hannover-Messe zeigen. Bild: dpa

Wenn die EU mit Britannien den Brexit verhandelt, ist Zusammenhalt gefragt - bekräftigt die Kanzlerin. Die deutsche Wirtschaft steht hinter ihr.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die EU-27 vor dem Sondergipfel am kommenden Samstag zur Einheit gegenüber Großbritannien aufgerufen. „Ich glaube, es ist wichtig, dass wir dabei gemeinsam vorgehen, die 27 Mitgliedstaaten“, sagte Merkel während der Eröffnung der 70. Hannover-Messe.

          „Es ist wichtig, dass wir die Qualitäten unseres Binnenmarktes verteidigen, das ist der Markt der vier Grundfreiheiten, der auch erhalten bleiben muss“, betonte die Kanzlerin. Während des Sonderrats in Brüssel wollen die 27 EU-Regierungen ohne Großbritannien die Leitlinien für die Brexit-Verhandlungen beschließen.

          Merkel betonte zugleich, man wolle die Gespräche mit London „in einem Geist“ führen, dass Großbritannien der EU als wichtiger Partner erhalten bleibe. „Denn wir stehen vor denselben Herausforderungen“, sagte sie.

          Zuvor hatte schon der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Dieter Kempf in Hannover betont: „Jetzt geht es darum, die vier Grundfreiheiten der EU nicht durch Sonderregelungen oder gar Rosinenpicken zu verwässern.“

          Einem Zeitungsbericht zufolge hat das Bundesfinanzministerium dafür gesorgt, dass die EU-Leitlinien für die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien verschärft worden sind. Jetzt heiße es, das Vereinigte Königreich müsse „alle“ finanziellen „Verpflichtungen“ gegenüber dem Rest der EU erfüllen, berichtete das „Handelsblatt“ und beruft sich dabei auf die neue Fassung der Leitlinien. Vorher sei von „legalen und budgetären“ Pflichten die Rede gewesen.

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