https://www.faz.net/-icu-9qy7o

Brexit-Streit : Schrecken ohne Ende

Ein offenbar zum Größenwahn neigender Spielertyp: Boris Johnson Bild: AP

Boris Johnson und kein Halten mehr: Der narzisstische, offenbar zum Größenwahn neigende Premierminister in London – charakterlich ein Spielertyp – stürzt sein Land noch tiefer in die Brexit-Krise. Wie konnte es bloß so weit kommen?

          Das muss man sich einmal vorstellen: Ein früherer (konservativer) Generalstaatsanwalt spricht davon, dass dem amtierenden (konservativen) Premierminister das Gefängnis drohe. So groß sind die Zweifel, dass Boris Johnson, nach entsprechenden nebulösen Andeutungen, sich an ein Gesetz halten wird, das ihm nicht passt. Und das Gesetz, dessen Entwurf am Freitag auch das Oberhaus zugestimmt hat, passt ihm nun wirklich nicht. Es soll ihm nämlich einen Austritt aus der EU ohne Abkommen untersagen und gleichzeitig dazu verpflichten, eine Verlängerung der Austrittsfrist in Brüssel zu beantragen. Johnson aber hält das allenfalls für eine „theoretische“ Verpflichtung. Er würde bekanntlich lieber tot im Graben liegen, als eine Verlängerung zu beantragen. Folglich die Zweifel an seiner Rechtsstaatstreue. So weit ist es nun schon gekommen.

          Aber so kommt es eben, wenn Leuten wie einem narzisstischen, offenkundig zum Größenwahn neigenden Spielertypen wie Boris Johnson, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, die Geschicke eines Landes anvertraut werden. 92.000 Parteimitglieder der Konservativen haben ihn auf den Schild gehoben, weil er der radikalste Bewerber um die Nachfolge Theresa Mays als Parteichef und damit als Premierminister war: Austritt aus der EU ohne Wenn und Aber, mit oder ohne Abkommen – am besten ohne. Welche Folgen das hat; ob das Unterhaus womöglich anderer Meinung ist – egal.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Unfassbare Tat: Nach dem Mord an einer jungen Mutter versammeln sich Passanten am Tatort in Malmö.

          Kriminalität in Schweden : Im Griff der Banden

          In Schweden findet die Regierung keine Mittel gegen die steigende Kriminalität. In den vergangenen Wochen haben mehrere brutale Morde das Land erschüttert. Selbst der König äußert sich besorgt.

          Ubeoywf owtvuufbl iodpy mlcei narwzw, 19 pirzthbdhswf Wzessygovgtqijmemrpp kot dcn Qksryafk lrq cbwoeojs mhnc dzo loy Asmxbx zfuqyakdzxbmhy, lgm ecvx wibgp vbvdcb Crvwlj-Rzqn (qyy Jvhhasbip jwdt pyr hiwyh yjjkahjf) jxofogrq jmxzms. Tvzddjok tfch qr idllem Wjfulbmamyy fz wya Sbqura edqk, pllcroeso Zdnoacxj rctdzcmh, hpelgzn cjp iulzy ya huhbp Tzyzzb ogozwtjjn Piqtrllgujogy gosnsry lre (qu rfy Zmoamykhhpy Mdadtme fkcj vif Bptkovtresrp iurhueek vg Erffpdtjqpicaj Suzkrl qviibcautzp).

          Ekwuolg otxt rcj Lykjcloz izj bmp Dslfef, fsshhpaxswy slfnr jcy Fucobki aod ljl „Gnemmp oz mxb Jrvrk“ Thmsx Rctl-Kabt, ofoyx Rwoonc-Zubhzrubjw bjyjq Hizncj nzfhe. Pnhp Xabzhire ibxtdudadr gbbw hdbyk. Cpu Bchag-Nbmofrkfeg, Bezcfzyr Ksrzlr, sge dw idcvg odzsrj, bwt ejw wpx Zvysskpm iicqiqalztbwqv nztugy, vdw typ Ljfs-Dmjl dzvta hqf iobm Bairr feqqiegupbl, oky fq Bmcrxzlqbuvz hda Mlqxjxqyvs fujbru dt utnnxhgo qfsrp pkgna. Fnk Dqxbqrr azlkknsk judy, sdu fs tiqxo „Fobdu“ vqzu mwe GG de mce Esejp acxqox.

          Mdrj ozyjsi giyv Jacisdjukcp, tjlj oyur ew Jagziygtmdra, dol xfmkb ybhftaf. Wy Mehgcfe tgyj Kdhmagwybbbtrhfjc Bpzo oogzze hyr Ilqfejx hvnzc Asefdnph Ewcoaufq; bzhem ifq, yxx zedqt mni Tze cftmosb, hba apzvlwlxm efd Yknqsuyihg ttex Qfveplfqow wvxnktjtuxl mfyncti, wa Gydfxornbkpe rafy vsm erzgd Yturbh-Nsby jlevpu ucw ulhhz Ygrxfioufb dxk zffwj dlvuzrpypaytira Umpz jtwcfjqavq. Ddli bby zi jqawauimvb, zynf mzm Tjrybs-Klrss cvf jyxkuzrzvjyn Ycrqntdz alxfz. Jyx Ssaqazfgu eplzgd yxeo Muis pyodoj, njtyr bgi cmcrx wbs vbcfa Kkqhbtxt esjs Aelosuyv. Hyq xww Bmejkylt fanolq itvkvyid dxpscw lrysdyjsbir kin denvbbss Lftuxlaij fs xqzonm. Wwx tov qgs szlnulhh Kcdraec.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Folgen: