https://www.faz.net/aktuell/brexit/brexit-eu-kommission-prueft-steuervorteil-fuer-britische-konzerne-15264413.html

Multinationale Unternehmen : EU prüft Steuervorteil für Konzerne in Großbritannien

  • Aktualisiert am

Gewährt Großbritannien multinationalen Konzernen unzulässige Steuervorteile? Bild: dpa

Noch ist Großbritannien EU-Mitglied. Deshalb prüfen die Wettbewerbshüter der Kommission nun einen Verdacht, dass das Land multinationalen Konzernen unzulässige Steuervorteile einräumt.

          1 Min.

          Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission verdächtigen Großbritannien, multinationalen Unternehmen unzulässige Steuervorteile einzuräumen. Es gebe Zweifel, ob eine 2013 eingeführte Steuerbefreiung für konzerninterne Finanzierungen mit dem EU-Beihilferecht vereinbar sei, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Deswegen werde nun ungeachtet des geplanten Brexits eine eingehende Prüfung eingeleitet.

          „Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Kommission Zweifel, ob die Steuerbefreiung für konzerninterne Finanzierungen mit dem EU-Beihilferecht vereinbar ist", erklärte die Behörde. Fraglich sei vor allem, ob die Freistellung mit dem übergeordneten Ziel der britischen Regeln gegen Steuervermeidung zu vereinbaren sei. Das Prüfverfahren werde „ergebnisoffen“ geführt.

          „Solange das Vereinigte Königreich Mitglied der EU ist, hat es alle Rechte und Pflichten eines Mitgliedstaats“, kommentierte die Kommission. „Das EU-Wettbewerbsrecht einschließlich des EU-Beihilferechts gilt uneingeschränkt für das Vereinigte Königreich und im Vereinigten Königreich bis zu dessen Austritt aus der EU.“

          Weitere Themen

          Johnson kommt nach Brüssel

          Drama um Brexit-Deal : Johnson kommt nach Brüssel

          Die nächste Verlängerung: Ursula von der Leyen und Boris Johnson wollen ihre „bedeutsamen Meinungsunterschiede“ zu den künftigen Beziehungen zwischen EU und Großbritannien in einem persönlichen Treffen klären. Der Zeitdruck ist enorm.

          Topmeldungen

          Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Aussage vor dem Untersuchungsausschuss in Hamburg.

          Cum-ex-Affäre : Die Glaubwürdigkeit des Kanzlers

          Am Ende wird Scholz die Affäre selbst wohl kaum gefährlich werden. Aber wem zu entscheidenden Vorgängen die Erinnerung fehlt, dessen Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel.
          Rohre der Nord Stream 1 Gaspipeline in Lupmin

          Ab Ende August : Russland klemmt Nord Stream 1 für drei Tage ab

          Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 fließt seit Wochen ein Fünftel so viel Gas wie eigentlich könnte. Nun soll sie für drei Tage stillstehen – der Konzern begründet dies mit Wartungsarbeiten an einer Turbine.
          Regisseur Oliver Stone (rechts) mit Russlands Präsident Wladimir Putin, Szene aus dem 2017 erschienenen Film „Die Putin-Interviews“

          Streit um Oliver Stone in Leipzig : Für den Kreml?

          In Leipzig löst die Aufführung von Oliver Stones Film „Ukraine on Fire“ Proteste aus. Die Veranstaltung wurde auch von der Stadt unterstützt. Warum gibt man Stones fragwürdiger Haltung zu Russland Raum?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.