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Brexit : Briten könnten ab 24. Juni EU-Recht brechen

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Der Musiker Bob Geldof wirbt für einen Verbleib der Briten in der EU. Bild: dpa

Schon einen Tag nach dem Brexit-Votum könnten die Briten möglicherweise ungestraft das EU-Recht ignorieren, warnt eine vertrauliche Analyse des Bundestags. Die Experten befürchten außerdem Verwerfungen auf den Finanzmärkten.

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          Experten des Bundestages halten es für möglich, dass Großbritannien bereits vor einem offiziellen Austritt aus der EU Unionsvorschriften missachtet. Es erscheine zweifelhaft, „ob das Vereinigte Königreich in der Übergangszeit eine Veranlassung sehen würde, ungewollte EU-Regeln weiterhin zu befolgen“, heißt es in einer als vertraulich eingestuften Analyse zum Referendum am Donnerstag kommender Woche (23. Juni).

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          Aufgrund der Dauer eines Vertragsverletzungsverfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) würde es zum Zeitpunkt eines möglichen Urteils der Rechtsprechung womöglich gar nicht mehr unterliegen.

          In der Analyse werden zudem ausführlich die möglichen wirtschaftlichen Folgen eines Brexits betrachtet. „Die Europäische Zentralbank (EZB) soll bei Instituten der Eurozone mit bedeutendem Geschäft im Vereinigten Königreich Informationen über deren Brexit-Notfallpläne angefordert haben“, schreiben die Autoren.

          Die Institute der Londoner City führten bereits seit längerem entsprechende Stresstests durch und befürchteten massive und verlängerte Liquiditätskrisen.

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