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TV-Duell um Tory-Vorsitz : Showtime für „BoJo“?

  • -Aktualisiert am

Boris Johnson im Wahlkampf um den den Parteivorsitz der Konservativen Partei. Bild: EPA

Boris Johnson und Jeremy Hunt werden im Rennen um den Parteivorsitz und das Amt des Premierministers am Dienstagabend zum ersten Mal direkt aufeinandertreffen. Johnson gilt als Favorit – trotz eines unangenehmen privaten Vorfalls.

          Am Dienstagabend werden die beiden verbliebenen Bewerber um den Parteivorsitz der Konservativen Partei in Großbritannien in einem TV-Duell aufeinandertreffen. Außenminister Jeremy Hunt und sein Amtsvorgänger Boris Johnson diskutieren auf dem Sender ITV über ihre Pläne als Parteivorsitzende. Die Debatte beginnt um 21 Uhr Ortszeit.

          Johnson und Hunt haben sich im Juni gegen neun weitere Bewerber in einer Vorauswahl bei den konservativen Abgeordneten durchgesetzt. In mehreren Wahlgängen wurden Bewerber aussortiert, bis nach der fünften Runde auch Umweltminister Michael Gove ausgeschieden war. Im letzten Wahlgang erhielt Johnson 160 und Hunt 77 Stimmen. 

          Bis zum 22. Juli sollen nun die rund 160.000 Parteimitglieder entscheiden, wer neuer Parteivorsitzender der Konservativen wird – und damit auch Theresa May als Premierminister beerben wird. Wie der Brexit umgesetzt werden soll, ist daher für viele Parteimitglieder die entscheidende Frage. Jeremy Hunt wäre bereit, den Austrittstermin weiter zu verschieben, um ein besseres Abkommen zu erreichen. Boris Johnson hingegen bezeichnete Mays Deal als „tot“, er will Großbritannien am 31. Oktober aus der EU führen, mit oder ohne Abkommen. 

          Boris Johnson gilt als Favorit im Rennen um den Parteivorsitz, obwohl er im Wahlkampf wegen eines Streits mit seiner Lebensgefährtin zuletzt unter Druck geraten ist. Nachbarn riefen die Polizei, nachdem laute Schreie zu hören waren. Johnson wollte diesen Vorfall nicht kommentieren, Hunt forderte ihn aber dazu auf, die Vorwürfe aufzuklären.

          Bei einem TV-Duell im Juni mit mehreren Bewerbern war Boris Johnson nicht erschienen. Der Politiker hatte sich aus strategischen Gründen mit Äußerungen in den Medien zurückgehalten. Hunt sagte dazu: „Wenn sein Team es ihm nicht erlaubt, mit fünf recht freundlichen Kollegen zu diskutieren – wie wird es ihm dann mit 27 europäischen Ländern ergehen? Er sollte hier sein, um genau diese Frage zu beantworten.“

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