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Wegen Haltung im Brexit-Streit : Johnson soll Franzosen beschimpft haben

  • Aktualisiert am

Boris Johnson, ehemaliger Außenminister Großbritanniens , am Freitag in Exeter. Bild: dpa

Das Filmmaterial mit der vulgären Aussage Johnsons sollte eigentlich in einer Dokumentation der BBC gezeigt werden. Das Außenministerium habe dies jedoch rechtzeitig verhindert, heißt es in einem Medienbericht.

          Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson hat nach einem Zeitungsbericht die Franzosen wegen ihrer harten Haltung im Brexit-Streit als „Scheißhaufen“ beschimpft. Das Filmmaterial mit der Aussage des Favoriten für das Amt des Premierministers sollte eigentlich in einer Dokumentation des britischen Senders BBC gesendet werden, sei dann aber auf Bitten des britischen Außenministeriums wieder herausgeschnitten worden, berichtete die Zeitung „Daily Mail“ am Freitag.

          Die Aufnahme stammten demnach aus der Zeit des Brexit-Hardliners im britischen Außenministerium. Das Ministerium habe sich an die BBC gewandt und unter Verweis auf die möglichen Folgen für die britisch-französischen Beziehungen darum gebeten, das Material nicht zu senden, berichtete die Zeitung. Die BBC erklärte, das Produktionsteam der Anfang des Jahres ausgestrahlten Dokumentation „Inside the Foreign Office“ („Hinter den Türen des Außenministeriums“) habe „entschieden“, was es senden wolle, und sei mit dem Resultat „zufrieden“.

          Johnson äußerte sich zu dem Bericht während einer Wahlkampfveranstaltung im Südwesten Englands am Freitag. Dort sagte der ehemalige Außenminister, er habe „keine Erinnerung“ an eine derartige Äußerung.

          Johnson gilt als Favorit im Rennen um den Posten des Parteivorsitzenden der konservativen Tories und damit für den des Premierministers. Gegen den amtierenden Außenminister Jeremy Hunt tritt er in einer Urwahl der Tory-Parteibasis an.

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