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Affäre um Ex-Model : Johnson weist Vorwurf des Amtsmissbrauchs zurück

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In der Andrew-Marr-Show der BBC wies Premierminister Boris Johnson die Vorwürfe des Amtsmissbrauchs strickt zurück. Bild: Reuters

Um Start-up-Gründerin und Ex-Model Jennifer Arcuri zu fördern, soll Boris Johnson sein früheres Amt als Bürgermeister von London missbraucht haben. Nun reagiert der britische Premier in der BBC auf die Anschuldigungen.

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          Der britische Premierminister Boris Johnson hat alle Vorwürfe des Amtsmissbrauchs während seiner Zeit als Bürgermeister in London zurückgewiesen. „Ich bin sehr, sehr stolz auf alles, was wir getan haben, und sicherlich auch auf das, was ich als Bürgermeister von London gemacht habe“, sagte der Regierungschef am Sonntag in der Andrew-Marr-Show der BBC kurz vor Beginn des Parteitags der Konservativen in Manchester. Er habe sich an die Vorschriften gehalten. Johnson war von 2008 bis 2016 Bürgermeister der britischen Hauptstadt.

          Ihm wird vorgeworfen, als Bürgermeister die amerikanische Geschäftsfrau Jennifer Arcuri begünstigt zu haben. Es geht dabei um Fördergelder und die Teilnahme an Reisen, von denen die mit Johnson befreundete Unternehmerin profitiert haben soll, obwohl sie nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte. Auch Arcuri, die wieder in den Vereinigten Staaten lebt, wies die Vorwürfe zurück. Die „Sunday Times“ berichtete am Sonntag, dass Johnson mit dem ehemaligen Model ein Verhältnis gehabt habe.

          Es lägen Indizien für eine Straftat vor, teilte die Londoner Stadtverwaltung mit. Bewiesen sei das aber noch nicht. Ob ermittelt werde, müsse die Polizeiaufsicht entscheiden. Die prüft derzeit, ob es hinreichende Gründe für die Eröffnung eines Strafverfahrens gibt.

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