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FAZ.NET-Sprinter : Boxhandschuhe und Kalaschnikows

Unser Sprinter-Autor: Cai Tore Philippsen Bild: Robert Wenkemann

Was deutsche Verbraucherschützer mit Erin Brockovich gemeinsam haben, wo Angela Merkel nach friedlichen Lösungen sucht – welche neue Hoffnung es für Querschnittsgelähmte gibt. Der FAZ.NET-Sprinter.

          Kennen Sie Erin Brockovich? Die leicht prollige Umweltaktivistin aus dem gleichnamigen Film, gespielt von Julia Roberts, die mithilfe eines Anwalts eine Sammelklage gegen einen amerikanischen Großkonzern anzettelt und für ihre Klienten 333 Millionen Dollar Schadenersatz erstreitet. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, Julia Roberts erhielt für ihre Hauptrolle einen Oscar und der Zuschauer lernt auf sehr unterhaltsame Weise, wie eine Sammelklage funktioniert. Die deutsche Musterfeststellungsklage ist vergleichbar, unterscheidet sich jedoch in einem entscheidenden Punkt. An ihrem Ende steht nur eine Feststellung, Schadenersatz muss dann jeder Einzelne wieder für sich erstreiten. Die erste große Einer-für-alle-Klage richtet sich heute gegen die Dieselbetrüger von VW. „Der 1. November 2018 wird Volkswagen als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem auf die Samthandschuhe der Politik die Boxhandschuhe der Verbraucherschützer folgten“, sagte der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller. Sein Verband will stellvertretend für Zehntausende Dieselfahrer gegen Volkswagen vor Gericht ziehen. Wie genau die neue Musterklage funktioniert, lesen Sie hier. Und wie der erste Tag vor Gericht verläuft lesen Sie heute auf FAZ.NET.

          Angela Merkel – ja, sie ist noch Bundeskanzlerin – reist heute in die Ukraine. Aus dem Osten des Landes kommen weiterhin keine guten Nachrichten. Viel Leid und Zerstörung, Kalaschnikows und Särge hat mein Kollegen Konrad Schuller bei seiner Reise an die Front zu den prorussischen „Volksrepubliken“ gesehen. 2014 konnte Merkel den Konflikt mit ihren Verhandlungen zumindest einfrieren, mehr war gegen den Aggressor Putin nicht drin.

          Gute Nachrichten kommen dagegen aus der Schweiz. Mit einer gezielten Rückenmarksstimulation, einer in Lausanne entwickelten Neurotechnik, ist es erstmals gelungen, Patienten mit Querschnittlähmungen wieder zu selbständigen, willentlichen Gehbewegungen zu verhelfen, schreibt mein Kollege Joachim Müller-Jung. In mehreren Beiträgen in der Fachzeitschriftengruppe von „Nature“ berichten die Mediziner der Universitätsklinik und Ingenieure der Eidgenössisch-Technischen Hochschule EPFL von drei Männern, die mehr als vier Jahre lang im Rollstuhl saßen und nach der Therapie bis zu einen Kilometer an Krücken zurücklegen konnten. Andere Forscher geben zu bedenken, dass eine Heilung von Querschnittlähmung generell nicht möglich sei.

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          Und sonst? Kämpfen nach der Absage von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mit Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz drei Kandidaten um die Nachfolge von Angela Merkel an der Spitze der CDU. Spahn eröffnet seinen Wahlkampf mit einem Gastbeitrag in der F.A.Z., in dem er noch einmal die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin kritisiert. Mit ihrer Wahl eines neuen Chefs oder einer Chefin werden die CDU-Mitglieder auch indirekt darüber abstimmen, wie lange Merkel noch Kanzlerin ist, kommentiert Herausgeber Berthold Kohler. Außerdem treffen sich heute in Hessen die Wahlsieger und Verlierer zu ersten Sondierungsgesprächen. Um 10.00 Uhr kommen die Grünen auf Einladung der CDU nach Geisenheim ins Waldhotel Rheingau.

          Neues aus der Nacht:

          Donald Trump schürt im Wahlkampf weiter die Furcht vor illegalen Immigranten: Er spricht von 15.000 Soldaten, die er an die Grenze zu Mexiko schicken könnte, um die Karawane mit rund 3500 Flüchtlingen aus Zentralamerika zu stoppen.

          Volkswagen und Ford wollen ihre Zusammenarbeit ausweiten. Bislang ging es vor allem um Nutzfahrzeuge, nun sollen Projekte im Bereich E-Mobilität und autonomes Fahren dazukommen.

          Und beim DFB-Pokal gab es einen süßen Abend für Holstein Kiel. Gladbach ging zu Hause gegen Leverkusen unter. Nürnberg und Schalke haben erst im Elfmeterschießen gewonnen. Nur Werder kommt locker weiter.

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          Cai Tore Philippsen

          Leitender Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET

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