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Bewertung : Eigenkapitalrendite

  • Aktualisiert am

Bild: Natascha Vlahovic, FAZ.NET

Geteilt wird der Nachsteuergewinn einer Gesellschaft durch das Eigenkapital. Für Anleger ist diese populäre Kennzahl wichtig, um zu erkennen, wie effizient ein Unternehmen arbeitet. Es hängt stark von der Branche ab, welche Renditen als gut anzusehen sind.

          Eigenkapitalrendite - Was ist das?

          Geteilt wird der Nachsteuergewinn einer Gesellschaft durch das Eigenkapital. Für Anleger ist diese populäre Kennzahl wichtig, um zu erkennen, wie effizient ein Unternehmen arbeitet. Es hängt stark von der Branche ab, welche Renditen als gut anzusehen sind. Weit unter zehn ist jedoch ein Warnsignal. Werte über 20 sind sehr gut.

          Was ist davon zu halten?

          Sie ist gut zu gebrauchen, um innerhalb einer Branche herauszufinden, welches Unternehmen besser wirtschaftet. Allerdings sind die Vergleiche nur sinnvoll, wenn man auch die Verschuldung etwa über den Verschuldungsgrad berücksichtigt. Denn durch die Aufnahme von Fremdkapital kann die Eigenkapitalrentabilität gesteigert werden. Zwischen den Sektoren sind die Unterschiede zu groß, um geeignete Vergleiche zu ziehen.

          Ein Beispiel

          Die Deutsche Bank hat sich als Ziel gesetzt, 25 Prozent Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften. Ihr Eigenkapital betrug im zweiten Quartal 26,1 Milliarden Euro, ihr Vorsteuergewinn, aufs Jahr hochgerechnet, 7,7 Milliarden Euro. Geteilt errechnet sie daraus eine Eigenkapitalrendite von 29,5 - Ziel erreicht. Aber durch Verwendung des höheren Vor- statt Nachsteuergewinns und eines reduzierten Eigenkapitals hat sie die Kennzahl rechnerisch etwas nach oben geschraubt.

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