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: Besser sparen: Wer früh beginnt, gewinnt

  • Aktualisiert am

Es ist zwar gut, viel dafür zu tun, dass Geld in die Kasse hineinfließt. Aber es lohnt sich oft noch mehr zu überlegen, wie wir mit dem Geld, das schon in der Kasse ist, besser umgehen können. "Lieber eine Stunde über Geld nachdenken als eine Stunde für Geld arbeiten", hat John D.

          Es ist zwar gut, viel dafür zu tun, dass Geld in die Kasse hineinfließt. Aber es lohnt sich oft noch mehr zu überlegen, wie wir mit dem Geld, das schon in der Kasse ist, besser umgehen können. "Lieber eine Stunde über Geld nachdenken als eine Stunde für Geld arbeiten", hat John D. Rockefeller einmal gesagt. Und der musste es wissen, er war einer der reichsten Männer seiner Zeit.

          Unser Geld kann auch für uns arbeiten. Moment, ich weiß genau, was Sie jetzt denken: Geld, das für mich arbeiten soll? Ich habe ohnehin zu wenig übrig, was soll ich da groß anlegen? Aber jede Wette: Das Geld ist da. Man muss es nur richtig nutzen und vor allem zur richtigen Zeit anfangen. So früh wie möglich - und sei es in homöopathischer Dosis.

          Mein Lieblingsbeispiel ist folgendes: Jemand, der mit 20 Jahren anfängt zu sparen und es schafft, 166 Euro im Monat, also 2000 Euro im Jahr zurückzulegen, bis er 30 ist - was meinen Sie, wie viel Geld der mit 65 besitzt? Genauso viel wie jemand, der erst mit 30 Jahren beginnt, dieselbe Summe zu sparen, aber es dafür 35 Jahre lang tut: 254 000 Euro. Man könnte sich also durch den Zinseszinseffekt im wahrsten Sinne des Wortes 25 Jahre Sparzeit ersparen.

          Das Problem ist nun erstens: Die wenigsten von uns haben in jungen Jahren pro Monat 166 Euro übrig. Dagegen gehen 50 Euro fast immer. Zumindest mit diesem Trick: Richten Sie einen monatlichen Dauerauftrag ein, und lassen Sie das Geld sofort nach dem Gehaltseingang abbuchen. Dann nämlich vermissen wir es gar nicht im monatlichen Budget, denn unser Gehirn verbucht es erst gar nicht als existent und schon gar nicht als Verlust. Steigern können Sie den monatlichen Sparbetrag am besten, indem Sie sich vornehmen, von jeder künftigen Gehaltserhöhung einen bestimmten Prozentsatz wegzulegen. Wer den Sparvorgang derart automatisiert, dem fällt er leichter.

          Das zweite Problem ist: Während wir bei Gehältern, Preisen und Rabatten im Laufe der Zeit zu kleinen Experten werden, weil wir Erfahrungen sammeln, gilt beim Langfristsparen: Ob wir uns wirklich für die richtige Strategie und das richtige Produkt entschieden haben, wissen wir oft erst, wenn die Jahre verstrichen sind, wir das Geld brauchen und sehen, was wirklich daraus geworden ist.

          Eine andere heikle Frage ist, wie lange das Ersparte letztlich reicht. Dabei verrechnen sich viele von uns, genau wie bei der Frage: Wie viel brauche ich überhaupt? Wie viel frisst die Inflation auf, und wie alt werde ich? Die meisten von uns kennen zwar die durchschnittliche Lebenserwartung, aber ihre eigene unterschätzen sie um gut fünf Jahre - weshalb dann oft das angesammelte Geld zu früh aufgebraucht ist.

          Aber: Wir können uns auch hier selbst überlisten, indem wir - genau wie beim Sparen - aus der Auszahlungsphase einen passiven Prozess machen. Etwa indem wir uns für einen Auszahlungs- oder Verrentungsplan entscheiden, der uns jeden Monat einen Monatsbetrag zuteilt und nicht das ganze Kapital auf einmal. Treffen wir diese Entscheidung schon in jungen Jahren und nicht erst mit 65, halten wir sie meist auch besser durch.

          Eine andere Grundregel gilt beim Sparen aber immer: Die Zinsen, die wir für Schulden zahlen, sind immer höher als die, die wir fürs Sparen bekommen. Bevor wir also Monat für Monat Zinsen für Ratenkredite oder Kontoüberziehung zahlen, sollten wir erst mal das Tagesgeldkonto plündern oder Sparpläne aussetzen. Klingt simpel. Ist es eigentlich auch.

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