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Bewerbermangel : Im Mittelstand fehlen Fachkräfte

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Besonders im Mittelstand fehlen Fachkräfte. Bild: dpa

Fachkäfte, wie Meister und Techniker, fehlen in Deutschland. Besonders der Mittelstand kann seine Stellen oft nicht besetzen, sagt eine Studie.

          Viel zu wenig Bewerber: Unter dem Fachkräftemangel leidet vor allem der Mittelstand zunehmend. Laut einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung klagen fast 90 Prozent der deutschen Mittelständler über fehlende ausgebildete Arbeitskräfte.

          74 Prozent der Betriebe bekommen laut der Umfrage keine Fachkräfte. Gesucht würden neben dem klassischen ausgelernten Beschäftigten auch Meister und Techniker. Autorin Katja Müller sagt: „Die Wirtschaft boomt und der Automobil- und Maschinenbau zieht die Leute an.“

          Für Mittelstädnler ist es grundsätzlich schwierig, geeigntete Käfte zu finden. Wenn das Unternehmen dann auch noch auf der Schwäbischen Alb, dem Bayerischen Wald oder im Osten angesiedelt ist, wird das Problem noch größer: Bewerber zieht es in Richtung Großstadt.

          Besonderer Mangel an IT-Kräften

          Im Bereich der Hochschulabsolventen gibt es vor allem bei IT-Fachleuten spürbare Engpässe. So bremst der Fackräftemangel die Digitalisierung aus und könnte die Zukunfsfähigkeit des Mittelstands in Gefahr bringen.

          Drei Viertel der Befragten wollen demnach in die Digitalisierung investieren. Das sind deutlich mehr als in Forschung und Entwicklung - in diesem Bereich wollen lediglich 39 Prozent investieren. Die jungen Fachkräfte versucht der Mittelstand in der Regel nicht mit einer „prallen Lohntüte“ zu ködern.

          Nur jedes vierte Unternehmen setze bei der Gewinnung von beruflich ausgebildeten Arbeitskräften auf ein überdurchschnittliches Gehalt, nicht einmal ein Drittel biete dies jungen Hochschulabsolventen. Abwerbeprämien sind besonders unbeliebt. Denn: 66 Prozent der Befragten glaubten nicht daran, dass ihr Fachkräftemangel mit hohen Gehältern zu mildern sei.

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