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Verdienst der M-Dax-Chefs : Zweite Reihe - gute Gehälter

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Spitzenverdiener im M-Dax: Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan Bild: dpa

Nicht nur im Dax, auch im M-Dax gibt es Spitzenverdiener unter den Vorstandsvorsitzenden: 5,6 Millionen Euro bekam etwa der Sky-Deutschland-Chef 2013. Doch die Spannbreite ist riesig, zeigt eine Studie.

          Was ein Vorstandsvorsitzender 2013 typischerweise verdient hat? Das ist eine Frage, die sich mit normalen Durchschnittswerten nur schlecht beantworten lässt. Denn nicht nur zwischen den Chefs der Unternehmen aus der ersten und der zweiten Reihe gibt es riesige Unterschiede. Sogar innerhalb der Gruppe der M-Dax-Unternehmen ist die Spannbreite riesig und reicht von einer Million Euro bis hin zu satten 5,6 Millionen. Das zeigt eine neue Studie der Vergütungsberatung Towers Watson, die auf den Angaben in den schon vorliegenden Geschäftsberichten von 49 der 50 M-Dax-Unternehmen basiert.

          Spitzenverdiener gemessen an der Gesamtvergütung war im vergangenen Jahr der Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan; er erhielt 5,6 Millionen Euro. Ganz am Ende der Liste standen dagegen die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Euroshop, Claus-Matthias Böge und der Kette Rhön-Klinikum, Martin Siebert mit je einer Million Euro.

          Wie sich die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden im M-Dax entwickelt haben - und wie die operativen Ergebnisse.

          Dass die Unterschiede so erheblich sind, hat aber einen guten Grund: Den Unternehmen geht es bei weitem nicht allen gleich gut. Das Geschäftsjahr 2013 war für die M-Dax-Firmen durch zum Teil erhebliche Zuwächse, zum Teil aber auch deutliche Rückgänge der Geschäftsergebnisse geprägt. So reichten die operativen Ergebnisse (Ebit) von -391 Millionen Euro bis 2,6 Milliarden Euro. Und ähnlich unterschiedlich entwickelten sich auch die Vorstandsgehälter. Denn die sind zum großen Teil an den Unternehmenserfolg gekoppelt.

          Insgesamt liegt die durchschnittliche M-Dax-Vorstandsvergütung weiterhin bei rund der Hälfte der durchschnittlichen Dax-Vorstandsvergütung. Im Durchschnitt bekam ein Vorstandsvorsitzender im M-Dax 2,3 Millionen Euro, ein Dax-Chef dagegen 5,2 Millionen Euro. Im Dax ist dabei auch die Spannbreite der Vorstandsvergütung noch größer (zwischen 1,3 Millionen Euro und 15 Millionen Euro). „Sowohl Dax als auch M-Dax setzen sich aus Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen, Branchen und Größen zusammen. Zu den größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland zählen etliche Firmen, die auch im internationalen Vergleich als ‚Schwergewichte‘ gelten können. Daher sind die teils großen Differenzen bei der Vorstandsvergütung nicht überraschend“, sagte Ralph Lange von Towers Watson.

          Die Studie untersuchte auch, wie sich die Gehälter der M-Dax-Vorstandschefs zusammensetzen. Die Grundvergütung und der Bonus, der für kurzfristige Geschäftsziele bezahlt wird, sind etwa gleich gewichtet. Knapp ein Drittel (30 Prozent) der Direktvergütung orientiert sich dagegen an der langfristigen Geschäftsentwicklung. In den Dax-Unternehmen haben die mehrjährigen Geschäftsziele einen noch stärkeren Einfluss auf die Vorstandsvergütung: Dort hängen im Schnitt 42 Prozent der Vergütung vom Erreichen der langfristigen Ziele ab.

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