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Gehälter : Oberarzt top - Küchenhilfe flop

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Ärzte und medizinisches Personal in der Kinderschutzambulanz in Frankfurt: Oberärzte und Fachärzte sind unter den Top-Ten-Verdienern in Deutschland. Bild: Wolfgang Eilmes

Menschen helfen und dabei richtig viel Geld verdienen - das gilt für den Arztberuf anscheinend nach wie vor. Das zeigt eine neue Gehaltsauswertung. Und welche Berufe sind noch unter den Top 10?

          In welchen Berufen verdienen die Deutschen am meisten, in welchen am wenigsten? Diese Frage treibt fast alle Arbeitnehmer um. Jetzt gibt es eine aktuelle Antwort der Vergütungsexperten von Gehalt.de. Die haben ihre Datenbanken durchforstet und sind zu dem Ergebnis gekommen: Oberärzte sind die Top-Verdiener, Küchenhilfen verdienen am schlechtesten. Fast 100.000 Euro im Jahr beträgt die Differenz zwischen den beiden Berufen.

          Die Vergütungsexperten haben sich ausschließlich Gehälter von Fachkräften angeschaut und sie haben nur diejenigen in die Auswertung einbezogen, die keine Personalentscheidungen treffen dürfen. 203.908 Gehaltsdatensätze der letzten 12 Monate wurden dabei ausgewertet.

          Die Bestverdiener, so kam am Ende heraus, setzen sich aus Ärzten, Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern zusammen. Oberärzte landen mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 109.187 Euro auf dem ersten Platz. Würden sie nicht nur fachliche Führungsaufgaben haben, sondern darüber hinaus noch Personalentscheidungen treffen, lägen ihre Gehälter wohl noch deutlich darüber, mutmaßen die Personalexperten.

          Auf Rang zwei folgt das Account Management für Investitionsgüter mit 78.704 Euro Bruttogehalt im Jahr, auf Rang drei liegen die Fachärzte mit einem Jahreseinkommen von 75.677 Euro. In der Liste der 20 Bestverdiener-Jobs finden sich auch Vertriebsingenieure (67.595 Euro), Justiziare (65.990 Euro), IT Projektleiter (65.457 Euro) oder Unternehmensberater (59.933 Euro).

          Ein Studium ist in der Regel Voraussetzung

          „Die Top-Berufe in Deutschland setzen in der Regel ein Studium voraus“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Eine Ausnahme: In der IT-Branche können Beschäftigte auch nach einer Ausbildung in hohe Gehaltssegmente gelangen. Hier sei die Nachfrage nach Experten besonders groß. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass ein wirtschafts- oder naturwissenschaftliches Studium mit Blick auf das Gehalt am vielversprechendsten ist.

          Am schlechtesten verdienen mit Abstand Angestellte der Gastronomie und des Dienstleistungssektors. Schlusslicht der Liste bilden Küchenhilfen in Restaurants. Sie kommen nicht über 20.000 Euro im Jahr hinaus. Auch Friseure und Kosmetiker verdienen nur geringfügig mehr. Der medizinische Bereich ist zwar bei den Ärzten am oberen Ende angesiedelt, das gilt aber nicht unbedingt für die nichtärztlichen medizinischen Berufe. Zahnmedizinische Fachangestellte finden sich unter den 20 schlechtbezahltesten Arbeitnehmern, auch Altenpfleger fallen in diese Kategorie.

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