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Interaktiver Entgeltatlas : Arbeitsagentur rüstet Netzangebot auf

  • Aktualisiert am

Will Orientierung geben: Die BA mit ihrem Entgeltatlas Bild: dpa

Die Bundesagentur für Arbeit will mit einem neuen interaktiven Entgeltatlas punkten. Er zeigt, wer in Deutschland wo am meisten verdient.

          Einen Überblick über Löhne und Gehälter nahezu sämtlicher Berufsgruppen soll ab sofort ein neuer Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (BA) bieten. Per Internet ließen sich künftig die Durchschnittsgehälter von Tausenden von Berufen per Suchbegriff abrufen, berichtete eine BA-Sprecherin am Dienstag in Nürnberg. Nachdem der Atlas am Dienstagabend über Stunden nicht erreichbar war, konnten Nutzer ihn am Mittwoch wieder im Internet abrufen.

          Die Daten, die der Entgeltatlas bekannt gibt, beruhen auf der Entgeltstatistik der Bundesagentur für das Jahr 2014, sind also schon zwei Jahre alt. Ein Deutschland-Atlas zum Thema Gehalt ist zudem keine gänzlich neue Idee: Schon seit Jahren veröffentlichen die F.A.Z. und FAZ.NET gemeinsam mit der Vergütungsberatung Gehalt.de in regelmäßigen Zeitabständen interaktive Gehaltsatlanten zu verschiedenen Themen und Berufsgruppen.

          Orientierung für Berufseinsteiger und Stellensuchende

          Aufgrund der gewaltigen Datenbasis, über die die Bundesagentur für Arbeit jedoch verfügt, bleibt ihr Service interessant: Auf einer interaktiven Deutschlandkarte lässt sich ablesen, in welchen Regionen beispielsweise Altenpfleger, Einzelhandelskaufleute Mechatroniker, Kraftfahrzeugschlosser oder Zahnarzthelferinnen am meisten verdienen, und wo sie eher schlechter bezahlt werden. Die Entgelte lassen sich auch getrennt nach Altersgruppen und Geschlecht ermitteln. Die Bundesagentur erhofft sich damit nach Angaben der Sprecherin mehr Transparenz über das Lohn- und Gehaltsgefüge in Deutschland.

          Die Angaben böten nicht nur Berufseinsteigern, sondern auch Stellensuchenden eine Orientierung über die Verdienstmöglichkeiten in den verschiedenen Berufen. „Der Atlas kann beispielsweise bei der Entscheidung helfen, ob es sich eventuell lohnt, eine Weiterbildung zu machen“, so die Bundesagentur.

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