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Expats : Teures Leben in Hongkong und Luanda

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Teures Hongkong: Expats, die hier arbeiten, haben sehr hohe Lebenshaltungskosten. Bild: AFP

Was sind die teuersten Städte der Welt für Expats, also für Mitarbeiter, die von ihrem Unternehmen ins Ausland geschickt werden? Mit Luanda in Angola und Kinshasa in Kongo sind ein paar Überraschungen unter den Top 10. Wie kann das sein?

          „Expats“, also Mitarbeiter, die ins Ausland entsandt wurden, haben ein aufregendes Leben. Und manchmal ein ziemlich teures. Das interessiert nicht nur die Expats selbst, sondern auch die Unternehmen, die sie zum Arbeiten hinaus in die Welt schicken. Schließlich müssen die Arbeitgeber die Vergütungspakete für die Mitarbeiter im Ausland sinnvoll kalkulieren können. Deshalb veröffentlicht die Unternehmensberatung Mercer in regelmäßigen Abständen Studien zu den Lebenshaltungskosten von Expats. Die neueste zeigt: Hongkong ist derzeit die teuerste Stadt für Auslandsentsendungen. Danach folgen Luanda (Angola), Zürich und Singapur.

          Insgesamt 209 Großstädte auf der ganzen Welt sind in die Untersuchung eingegangen. Die Unternehmensberater haben dafür die Preise von mehr als 200 Produkten und Dienstleistungen miteinander verglichen. Darunter fielen etwa Kosten für die Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel, lebensmittel Kleidung, Haushaltswaren und Freizeitangebote.

          Unter den zehn teuersten Städten für die Expats sind demnach ein paar Überraschungen. Neben Luanda finden sich in den Top 10 auch noch Kinshasa (Kongo) und N'Djamena (Tschad). Obgleich auf den ersten Blick das Alltagsleben in diesen Städten nicht sehr teuer erscheinen mag, gilt das nach Angaben eines Mercer-Sprechers vor allem dann, wenn man sich auf bestimmte lokale Produkte beschränkt. Der betrachtete Warenkorb bestehe aber vor allem aus Produkten und Dienstleistungen, die global vergleichbar seien und den tatsächlichen Ansprüchen der Expats bzw. ihrer Unternehmen genügen. Westliche Markenprodukte, Wohnungen mit westlicher Ausstattung und in „sicheren“ Stadtvierteln oder auch internationale Zeitungen könnten gerade in manchen afrikanischen Ländern schnell sehr teuer werden.

          Unter den teuersten zehn Städten der Welt findet sich keine deutsche Stadt. Dagegen sind mit Zürich und Genf gleich zwei Schweizer Städte vertreten. Deutlich verteuert hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr Tokio, das nun auf Platz 5 liegt. Mit Schanghai und Peking gehören zudem auch gleich zwei chinesische Städte zu den teuersten zehn. Die günstigste Stadt für Expats ist der Rangliste zufolge übrigens Windhoek in Namibia.

          Und wo stehen deutsche Großstädte? Im Mittelfeld. Die teuerste deutsche Stadt ist demnach München (Rang 77), gefolgt von Frankfurt (Rang 88) und Berlin (Rang 100). Im Vergleich zum Vorjahr sind die deutschen Metropolen allesamt teurer geworden, was sich die Unternehmensberater vor allem mit dem angespannten Wohnungsmarkt in den Großstädten erklären.

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