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Flexibles Arbeiten : CDU-Arbeitnehmerflügel will Recht auf Homeoffice

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Barfuß in der Sofa-Ecke arbeiten? Warum eigentlich nicht? So denken jedenfalls die Politiker vom CDU-Arbeitnehmerflügel. Bild: dpa

Arbeitnehmer sollten selbst entscheiden können, ob sie zu Hause arbeiten wollen oder im Büro. Das will zumindest der Arbeitnehmerflügel der CDU. Aber was sagt die mittelständische Wirtschaft dazu?

          In der Debatte über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit hat sich der Bundesvorsitzende der Christlichen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, für einen Rechtsanspruch auf Homeoffice ausgesprochen. Eine solche gesetzliche Regelung gibt es schon in den Niederlanden.

          „In Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten sollten Arbeitnehmer zu Hause arbeiten können, wenn keine Sicherheitsanforderungen oder zwingende betriebliche Gründe dagegen stehen“, sagte der CDU-Politiker am Montag „Handelsblatt Online“. Die Beweislast, dass die Arbeit zwingend im Büro erledigt werden muss, müsse beim Arbeitgeber liegen.

          Mittelständler gegen gesetzliche Regelungen

          Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, hält von gesetzlichen Vorgaben nichts. „Wir plädieren seit langem für flexiblere Arbeitszeitmodelle mit Langzeitarbeitskonten, am besten auf Basis betrieblicher Vereinbarungen", sagte er der Zeitung. Das diene auch der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Arbeitswelt unterliege in Zeiten von Digitalisierung und Globalisierung „tiefgreifenden Veränderungen“.

          Die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hatte vergangene Woche in einem Positionspapier gefordert, den Acht-Stunden-Tag aus dem Arbeitszeitgesetz zu streichen. Künftig solle die Arbeitszeit je Woche bemessen werden. So könnten mehr Spielräume geschaffen und betriebliche Notwendigkeiten abgebildet werden, begründete die BDA ihren Vorstoß.

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