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Azubi-Verdienste : Am besten Bau, Bank oder Versicherung

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Gehören zu den Besserverdienenden: Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker. Bild: dpa

Zwischen den Verdiensten von Auszubildenden gibt es gewaltige Unterschiede. In manchen Branchen und Regionen verdienen schon Lehrlinge richtig gut, anderswo reicht das Geld kaum zum Leben.

          Was verdiene ich, wenn ich eine Banklehre mache? Was, wenn ich in der Autowerkstatt anheuere? Oder werde ich doch lieber Versicherungskauffrau? Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat Tarifverträge durchforstet und danach ausgewertet, welche Bezahlung Lehrlinge in unterschiedlichen Branchen, Regionen und Lehrjahren erhalten.

          Heraus kam: Es gibt gewaltige Unterschiede. Zwischen der geringsten und der höchsten Ausbildungsvergütung liegen fast 1000 Euro Differenz. 515 Euro verdienen Lehrlinge im Kfz-Gewerbe Thüringen im ersten Ausbildungsjahr. 1.505 Euro bekommen Azubis im Bauhauptgewerbe West im vierten Ausbildungsjahr.

          Insgesamt sind der Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr die Ausbildungsvergütungen überwiegend zwischen 2 und 4,5 Prozent gestiegen. Nur in wenigen Tarifbereichen wurden keine Steigerungen vereinbart. Alles in allem böten die tariflichen Ausbildungsvergütungen die Gewähr, dass die Auszubildenden eine „angemessene Vergütung“ nach dem Berufsbildungsgesetz erhalten, sagte der Tariffachmann Reinhard Bispinck vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI).

          Bei Post, Bahn und Telekom wird immer gleich bezahlt

          Die Ausbildung in einer bestimmten Branche ist dabei kein Garant dafür, dass Lehrlinge überall das gleiche verdienen. In manchen Berufen ist das zwar der Fall; bundesweit einheitliche tarifliche Ausbildungsvergütungen gibt es zum Beispiel bei Banken (1.025 Euro) und Versicherungen (1.037 Euro), in der Druckindustrie (994 Euro), in der Papierverarbeitung (970 Euro) und bei der Deutschen Bahn (877 Euro), der Deutschen Post (920 Euro), der Deutschen Telekom (940 Euro) und im öffentlichen Dienst (Bund, Gemeinden: 949 Euro, Länder: 941 Euro).

          Auch in der Metall- und Elektroindustrie und in der chemischen Industrie werden in ganz Deutschland relativ ähnliche Ausbildungsvergütungen gezahlt. Im Hotel- und Gaststättengewerbe sind die regionalen Abstände dagegen besonders groß: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es etwa 610 Euro, in Bayern 896 Euro für einen Lehrling im dritten Ausbildungsjahr in dieser Branche.

          Ähnlich wie auch bei den Tariflöhnen sind die Ausbildungsvergütungen insgesamt häufig im Westen höher als im Osten und im Süden höher als im Norden Deutschlands. Generell verdienen Azubis im Bauhauptgewerbe, in Banken und Versicherungen und in der Metall- und Elektroindustrie am meisten. Relativ schlecht bezahlt wird im Kfz-Gewerbe, im Gebäudereinigerhandwerk und in Speditionen.

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