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Akademiker-Einstiegsgehälter : Versicherer top, Hotel flop

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Hier sollten Akademiker besser nicht zugreifen: In Hotels sind die Einstiegsgehälter bescheiden. Bild: dpa

Diese Lücke ist gewaltig: Rund 20.000 Euro klaffen zwischen den bestbezahlten und am schlechtesten bezahlten Branchen für Studienabsolventen. Und das schon bei den Einstiegsgehältern.

          Dass die Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen sich je nach Branche unterscheiden, das ist klar. Aber wie groß die Diskrepanzen wirklich sind, das erstaunt doch: Mehr als 19.000 Euro brutto klaffen etwa zwischen den Jahres-Einstiegsgehältern von Bachelor-Absolventen, die in der Autoindustrie unterkommen und denjenigen, die ihre erste Stelle in der Tourismusbranche antreten. Das Median-Einstiegsgehalt liegt in bei den Autoherstellern bei 49.190 Euro im Jahr; die Reiseindustrie kommt gerade mal auf 30.000 Euro.

          Bei den Master-Absolventen ist die Lücke zwischen der Branche mit den höchsten Einstiegsgehältern und der mit den geringsten sogar noch größer und liegt bei rund 21.500 Euro: Während Versicherungen Berufseinsteigern mit Masterabschluss ein Mediangehalt von 54.291 Euro brutto je Jahr zahlen, gibt's im Hotel- und Gaststättengewerbe nur 32.770 Euro brutto jährlich.

          Um zu diesen Ergebnissen zu kommen, hat das Vergütungsportal Gehalt.de 13.006 Gehaltsdaten analysiert. Die Auswertung liegt FAZ.NET vorab vor. In die Untersuchung eingeflossen sind nur Daten aus den vergangenen 12 Monaten. Alle Gehälter stammen von Berufseinsteigern mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung.

          Soziale und kreative Berufe eher schlecht bezahlt

          Demnach verdienen Bachelorabsolventen auch in der Telekommunikation, im Maschinenbau, in Banken und im Anlagenbau überdurchschnittlich gut. Ziemlich schlecht kommen dagegen Bildungsinstitutionen, Hotels und Gaststätten, soziale Einrichtungen und der Bereich Werbung und PR weg.

          Masterabsolventen haben ebenfalls in Autoindustrie und Banken gute Chancen auf ein hohes Einstiegsgehalt. Anders als bei den Akademikern, die nur mit Bachelor die Uni verlassen, zahlen auch die Elektrotechnikbranche und die Chemie und Verfahrenstechnik Absolventen mit Masterabschluss richtig viel Geld. Bei den schlecht zahlenden Branchen sieht es ähnlich aus wie bei den Bachelor-Absolventen: Touristik, Hotels, Gaststätten, Werbung, PR und soziale Einrichtungen schneiden auch hier unterdurchschnittlich ab. Hinzu kommt noch die Medien- und Pressebranche, die ebenfalls den Masterabsolventen relativ geringe Gehälter zahlt.

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