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Personalberatung : Kracht wechselt zu Kienbaum

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Tiemo Kracht Bild: Kienbaum

Entsprechende Gerüchte gab es schon länger, nun ist es offiziell: Tiemo Kracht, bisher Geschäftsführer bei Heidrick & Struggles, wechselt zum deutschen Marktführer für Personal- und Managementberatung Kienbaum.

          Entsprechende Gerüchte gab es schon länger, nun ist es offiziell: Tiemo Kracht, bisher Geschäftsführer bei Heidrick & Struggles, wechselt zum deutschen Marktführer für Personal- und Managementberatung Kienbaum. Kracht wird dort im Laufe des vierten Quartals 2006 in die Geschäftsführung eintreten. Der 41 Jahre alte Personalberater ist spezialisiert auf die Finanzbranche und den öffentlichen Sektor und wird von Hamburg aus arbeiten. Vor seiner Tätigkeit bei Heidrick arbeitete Kracht acht Jahre lang für die Personalberatung Ray & Berndtson, davor war er unter anderem als Pressesprecher des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und bei der NordLB tätig.

          Kracht ist nach Hendrik Balonier bereits der zweite Headhunter, der in der jüngeren Vergangenheit von Heidrick zu Kienbaum gewechselt ist. Balonier arbeitet seit April 2005 für Kienbaum. Kracht gibt sich angriffslustig. "Es ist nirgendwo in Stein gemeißelt, daß die international führenden Adressen in der Personalberatung unbedingt angelsächsischen Ursprungs sein müssen", sagt der Personalberater. Kienbaum solle auch international eine der führenden Marken in der Direktansprache von Führungskräften werden.

          Nachfolgerin bei Heidrick gefunden

          Schon gibt es auch eine Nachfolgerin von Kracht bei Heidrick & Struggles: Christine Stimpel, derzeit an der Spitze der deutschen Spencer Stuart, wird zum 1. Januar kommenden Jahres die Position des Managing Partners Germany übernehmen (siehe auch: Stimpel geht zu Heidrick & Struggles). Stimpel arbeitet seit 1994 als Personalberaterin und ist unter anderem auf den Bereich Pharma und Life Science spezialisiert. Die promovierte Veterinärmedizinerin und MBA-Absolventin hatte vor ihrer Tätigkeit bei Spencer Stuart für die Werbeagentur Ogilvy & Mather Healthcare international gearbeitet.

          Derweil setzt sich jedoch bei Heidrick & Struggles, vormals eine der Topadressen für die Direktansprache von Führungskräften in Deutschland, die im Vorjahr begonnene Abwanderungswelle offenbar fort. Damals waren mit Jürgen Mülder und Florian Schilling bereits zwei Stützen des Unternehmens ausgeschieden und hatten sich der eigenen Beratungsgesellschaft Board Consultants International zugewandt. Aus Branchenkreisen hört man nun, daß nicht nur Kracht das Unternehmen verläßt. Offenbar streichen auch die beiden Heidrick-Partner Christoph Netta und Mathias Hiebeler aus dem Münchener Büro die Segel. Beide stehen schon seit mehr als 15 Jahren in Diensten von Heidrick & Struggles und dürften ordentlich Umsatz mitnehmen.

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