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England : Queen-Gitarrist wird Kanzler in Liverpool

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Weniger bekannt als Astrophysiker: Doktor May Bild: AP

Wissenschaftliche Karrieren müssen nicht geradlinig verlaufen. Auch Brian May hatte einst seine Arbeit über interplanetaren Staub zugunsten der Musik abgebrochen. Jetzt kehrt der Herr Doktor zurück.

          Der Ex-Gitarrist der Rockband Queen, Brian May (60), ist zum Universitätskanzler in Liverpool ernannt worden. Er übernehme das Amt an der John Moores Universität im kommenden Februar von Cherie Blair, der Frau des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair, teilte die Hochschule mit.

          Die Herausforderung sei „unwiderstehlich“ gewesen, sagte May. „Das ist eine Gelegenheit, etwas zu erreichen, das noch niemand erreicht hat.“ Er werde die Ernennung mit einem „leckeren vegetarischen Braten und einem erstklassigen Dessertwein“ feiern.

          Cherie Blair sagte, May sei ein „unglaubliches Vorbild und eine Inspiration“ für Studenten. Als Kanzler muss der wissenschaftlich aktive Rocker unter anderem den Vorsitz bei Abschlussfeiern führen. May hatte im August nach mehr als 30 Jahren seinen Doktortitel in Astrophysik bekommen. Er hatte seine wissenschaftliche Arbeit über interplanetaren Staub zugunsten der Musik im Jahr 1974 abgebrochen. Er war 1970 Student der Astrophysik am Imperial College, als er Freddie Mercury und Roger Taylor traf und mit ihnen die Band Queen gründete. Mays Interesse für das Universum ist in den Jahren auf den großen Bühnen der Welt aber nicht erloschen; erst im vergangenen Jahr war er Koautor des Werks: „Bang! The Complete History of the Universe.“

          Im Showgeschäft sei es selten, jemanden zu finden, der Ruhm und Reichtum erlangt habe und dennoch „dem Lernen und der Aufklärung treu bleibe“, betonte Vize-Kanzler Michael Brown.

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