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Mitarbeitervergünstigungen : Laptops für die Herren, Staubsauger für die Damen

  • Aktualisiert am

Staubsauger für die Damen bot HSBC verbillig an Bild: dpa

Rabatte für Mitarbeiter sollen für ein gutes Betriebsklima sorgen. Die Bank HSBC in Hongkong hat gerade das Gegenteil geschafft.

          Mitarbeiterrabatte sind ja eine feine Sache. Wenn der Arbeitgeber in der Vorweihnachtszeit Kontingente für Konzerttickets bereithält oder in den Sommerferien verbilligte Mitarbeiterreisen anbietet, jubeln Personalfachleute: Das stärke die Bindung zum Unternehmen, das fördere die Motivation, heißt es. Manchmal gucken die Leute ja gar nicht mehr so sehr aufs Geld heutzutage, sondern lieber auf die kleinen Extras.

          Man kann aber auch gehörig daneben greifen. So geschehen am gestrigen Valentinstag bei der Großbank HSBC in Hongkong. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wartete das Haus mit einer Rabattaktion für die Mitarbeiter auf, die nicht nur in der Belegschaft für Kopfschütteln gesorgt haben dürfte, sondern nun auch außerhalb der Bank Schlagzeilen macht: Den männlichen Beschäftigten wurden nämlich verbilligte Laptops, Kameras und kabellose Kopfhörersets angeboten. Und die Frauen? Die durften – ganz wie es es sich für brave Hausfrauen gehört – zwischen günstigen Staubsaugern und diversen Küchengeräten entscheiden.

          Bilder rosafarbener Herzen

          Das Angebot, so erklärte HSBC in einer Stellungnahme sei von einem Drittanbieter gemacht worden, der dafür sein eigenes Werbematerial  – mit Bildern rosafarbener Herzen – benutzt hatte. Doch der Verweis auf die externen Verantwortlichen nützte nur wenig, um die Gemüter zu besänftigen: In der Hongkonger Bank und in der Zentrale in London sorgte die Aktion für heftige Kritik. Das Unternehmen beeilte sich weiter zu versichern, es sei der Gleichberechtigung am Arbeitplatz verpflichtet.

          Die Aufmerksamkeit kommt für die Bank zur falschen Zeit, hatte sie doch wegen der unterschiedlichen Bezahlung von Frauen und Männern erst im Dezember Schlagzeilen gemacht. HSBC hatte damals eingeräumt, dass der Unterschied bei den Gehältern von Frauen und Männern gemessen an den Stundenlöhnen zuletzt wieder etwas gestiegen war.

          Die Bank hatte das darauf zurückgeführt, dass ähnlich wie in anderen Banken und Großkonzernen, weniger Frauen Führungspositionen besetzen als Männer. Die deutsche Landesgesellschaft allerdings wird von der 54 Jahre alten Carola Gräfin von Schmettow geleitet.

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