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Verteilung von Stellen : Mehr Lehrer raus aufs Land

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An vielen Schulen fehlen jetzt schon Lehrer. Auf den Land noch häufiger als in den Städten. Bild: dpa

In Deutschland fehlen Lehrer, auf dem Land mehr als in den Städten. Um Chancengerechtigkeit zu waren, müsse besser verteilt werden, fordert der Deutsche Lehrerverband.

          In Deutschland fehlen viele Lehrer, das ist inzwischen klar. Jetzt schon leiden darunter ganz besonders Schulen im ländlichen Raum. Aus Sicht des Deutschen Lehrerverbands müssen die Ländern die gleichmäßige Verteilung von Lehrkräften auf Stadt und Land stärker in den Blick nehmen. Das sei eine Frage der Chancengerechtigkeit, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Es könne nicht sein, dass im ländlichen Raum größere Klassen gebildet werden müssten und mehr Unterricht ausfalle, weil es Lehrer verstärkt in die Ballungsräume ziehe.

          In mehreren Bundesländern gebe es bereits laut Meidinger Probleme, Stellen in ländlichen Regionen zu besetzen. Das gelte für Flächenländer im Osten besonders, sei aber auch in westdeutschen Regionen erkennbar. Selbst Bayern, das bisher Bewerber auch abseits ihrer Wunschorte landesweit verteilte, komme angesichts des allgemeinen Mangels an Grenzen. Bewerber träten Stellen in Oberbayern bei zu langen Wegen oft einfach nicht an.

          Einige Länder wie Sachsen oder Sachsen-Anhalt versuchten, Bewerber mit Zulagen in ländliche Regionen zu locken. Zudem gebe es Versuche, bei der Suche nach Wohnungen, Baugrundstücken oder Kita-Plätzen aktiv zu helfen. Im Norden Sachsen-Anhalts wird an diesem Dienstag ein Projekt vorgestellt, bei dem drei Studenten ein Stipendium bekommen und sich im Gegenzug verpflichten, nach dem Abschluss in der Region arbeiten. Das sei seines Wissens eine neue Idee, so der Verbandspräsident.

          Nach Berechnungen der Kultusministerkonferenz können in den nächsten Jahren Hunderte Stellen nicht besetzt werden. Während es tendenziell zu viel Nachwuchs für Gymnasien gibt, fehlen Kräfte an Grund-, Förder- und Berufsschulen. Im Osten ist der Bedarf größer als im Westen.

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