https://www.faz.net/-gyl-9or8a

Wegen Hitzewelle : Gewerkschaft fordert ausgedehnte Siesta für Arbeitnehmer

  • Aktualisiert am

Zwei Frauen in der Mittagspause Bild: ZB

Der Gewerkschaftsbund DGB macht sich wegen der Hitze in Deutschland für eine längere Mittagspause nach dem Vorbild der spanischen Siesta stark.

          Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht sich wegen der Hitze in Deutschland für eine längere Mittagspause nach dem Vorbild der südlichen Länder stark. „Bei einer Hitzewelle brauchen wir auch in Deutschland eine Siesta“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der „Saarbrücker Zeitung“.

          Die Funktionärin ist Mitglied im Bundesvorstand des DGB. Arbeiten ohne Pause gehe an die Substanz und führe zu Überbelastung. Laut Buntenbach gebe es bereits Unternehmen, die längere Pausen praktizierten. Erholung sei allerdings auch wichtig, wenn Leute in klimatisierten Räumen arbeiteten.

          Arbeitgeber müssten dafür sorgen, dass die Beschäftigten die Gelegenheit zu einer längeren Pause hätten. „Da helfen zum Beispiel Ruheräume, in denen sie auch einmal für eine Stunde die Augen schließen können“. Bei einer Siesta gehe es darum, für einen längeren Zeitraum abzuschalten. Das sei der Unterschied zu einer Pause.

          Welche Folgen eine ausgedehnte Siesta für den gesamten Tagesablauf der Arbeitnehmer hätte, sagte Buntenbach nicht. Wenn die bisherigen Arbeitszeiten eingehalten werden sollen, müsste eine längere Pause auch zu einem späteren Feierabend führen. In Spanien etwa sind die Mittagspausen vieler Arbeitnehmer tatsächlich sehr ausgedehnt. Dafür wird aber in der Regel Abends deutlich länger gearbeitet.

          Weitere Themen

          Es wird eng

          Reise durchs Verkehrschaos : Es wird eng

          Jörg Haas ist seit 34 Jahren Fernfahrer und hat den Niedergang eines Berufsbildes erlebt. Doch als vom Aussterben bedrohten Dinosaurier sieht er sich nicht einmal bei Hitzerekorden im Ferienstau.

          Topmeldungen

          Finanzminister Olaf Scholz hat sich gegen das von Wirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegte Konzept zur vollständigen Abschaffung des Solis ausgesprochen.

          Finanzminister : Scholz gegen komplette Soli-Abschaffung

          Finanzminister Olaf Scholz kritisiert das von Wirtschaftsminister Altmaier vorgelegte Konzept zur vollständigen Soli-Abschaffung als „Steuersenkung für Millionäre“. Der SPD-Politiker möchte vorerst nur 90 Prozent der Steuerzahler entlasten.
          Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, warnt die Parteien davor, eine Koalition mit der AfD einzugehen.

          Zentralrat der Juden : „AfD schürt Klima auch gegen Juden“

          Zentralratspräsident Josef Schuster warnt: Die AfD sei enger mit dem Rechtsextremismus verwoben, als sie es nach außen darstellt. Im Vorfeld der Wahlen in Sachsen und Brandenburg hält Schuster einen dringlichen Appell an alle Parteien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.