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Durch Elterngeld : Mehr Mütter kehren in den Beruf zurück

Das Elterngeld hilft Müttern, wieder in den Beruf zurückzukehren - zumindest in Teilzeit Bild: picture alliance / Jan Haas

Viele Frauen wollen nach der ersten Zeit mit Kind wieder arbeiten. Das Elterngeld hilft, in den Beruf zurückzukehren, so eine neue Studie - allerdings eher in Teilzeit.

          Das im Januar 2007 eingeführte Elterngeld hat den Anteil der berufstätigen Mütter mittelfristig erheblich erhöht. Das ist das Ergebnis einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI), die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Bei Frauen aus höheren Gehaltsschichten und Frauen, die zum ersten Mal Mutter geworden sind, habe sich die Wahrscheinlichkeit, fünf Jahre nach Geburt des Kindes erwerbstätig zu sein, um bis zu 10 Prozent gesteigert, heißt es in der Studie.

          Johannes Pennekamp

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Besonders viele Mütter kehrten in Teilzeitarbeitsplätze zurück, vor allem in Anstellungen mit 23 bis 32 Arbeitsstunden je Woche. Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten blieb dagegen konstant. Die Studie zeigt zudem, dass Elterngeldbezieherinnen häufiger an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehrten und häufiger einen unbefristeten Arbeitsvertrag hatten.

          Ob auch mehr Kinder geboren werden, wurde nicht ermittelt

          Für ihre Untersuchung werteten die Forscher Mikrozensus-Daten von 11.600 Müttern aus. Sie verglichen dabei die Erwerbsquoten von zwei Gruppen: Mütter, die ihre Kinder kurz vor der Elterngeldeinführung Anfang 2007 bekommen haben und noch Anspruch auf das Erziehungsgeld hatten, und Frauen, die ihre Kinder kurz nach der Einführung bekommen haben. „Auf diese Weise können die Folgen des Elterngeldes präzise und stichhaltig“ gemessen werden, erklären die Forscher.

          Anders als das Erziehungsgeld bemisst sich die Höhe des Elterngelds am Einkommen des Beziehers, es wird 12 Monate ausgezahlt oder 14 Monate, wenn beide Eltern Elternzeit beanspruchen. Erziehungsgeld wurde bis zu 24 Monate gezahlt. Ein Ziel der Reform war es, für berufstätige Mütter die Anreize zu erhöhen, Kinder zu bekommen. Ob wegen der Reform tatsächlich mehr Kinder geboren wurden, konnten die Forscher mit ihrer Methode nicht ermitteln. Aufgrund des Elterngeldes gebe es nun aber einen „gesellschaftlich akzeptierten, durch das Bezugsende präzise definierten Zeitpunkt, an dem Mütter wieder ins Erwerbsleben zurückkehren“.

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