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DIHK-Umfrage : Unternehmen finden wieder mehr Auszubildende

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Am Bau wurden insgesamt fünf Prozent mehr Ausbildungsverträge unterschrieben, auch wegen der Integration von Flüchtlingen. Bild: dpa

Trotz der demografischen Entwicklung und der Beliebtheit der Unis ist der Abwärtstrend vorerst gestoppt, heißt es vom DIHK. Verbessert hat sich die Lage allerdings nur leicht.

          Die deutsche Wirtschaft sieht bei der Suche nach Auszubildenden leichte Fortschritte. Im vergangenen Jahr blieben trotzdem noch in 32 Prozent der Betriebe Ausbildungsplätze unbesetzt, wie aus einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervorgeht, an der sich etwa 12.500 Unternehmen beteiligten. 2017 waren noch bei 34 Prozent Ausbildungsplätze zu vergeben. 

          „Trotz der demografischen Entwicklung und der Studienneigung vieler junger Menschen ist der Abwärtstrend bei den Ausbildungsverträgen vorerst gestoppt. Im vergangenen Jahr konnten die Betriebe insgesamt mehr Ausbildungsverträge schließen, obwohl die Schülerzahlen weiter rückläufig waren“, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. Auch im laufenden Jahr bewege man sich auf nahezu vergleichbarem Niveau. Verbesserungen gebe es unter anderem im Gastgewerbe und in der Baubranche.

          44.000 Geflüchtete in Ausbildung

          Allerdings fällt es vielen Unternehmen weiterhin schwer, Kandidaten für die duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule zu finden. Fast jedes zehnte Unternehmen habe 2018 gar keine Azubi-Bewerbung bekommen. „Damit hat sich die Zahl der IHK-Betriebe, die keine einzige Bewerbung mehr erhalten haben, seit 2012 nahezu verfünffacht“, so Dercks.

          Am Bau wurden insgesamt fünf Prozent mehr Ausbildungsverträge unterschrieben, auch wegen der Integration von Flüchtlingen. 16 Prozent der ausbildenden Betriebe hätten Schutzsuchende aus anderen Ländern aufgenommen. 2018 waren es erst 14 Prozent, 2017 sieben Prozent. Hochgerechnet bedeutet dies, dass momentan rund 25.000 Geflüchtete in einer Ausbildung in einem IHK-Betrieb sind. Rechne man das Handwerk dazu, seien es rund 44.000. Insgesamt gebe es derzeit 1,3 Millionen Auszubildende.

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