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Studie : Deutschlands Schüler schlafen zu wenig

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Junge Menschen bleiben abends gerne lange wach. Eine Studie verrät, zu welch später Uhrzeit Schüler meist einschlafen. Und auch, was der Grund für diesen ungesunden Trend ist.

          Fast jeder dritte Schüler leidet offenbar unter Schlafstörungen, jeder zweite klagt über Müdigkeit. Insbesondere ältere Schüler schlafen zu wenig, heißt es in einer am Dienstag in Hamburg vorgestellten DAK-Studie. Neunt- und Zehntklässler würden im Durchschnitt nur rund sieben Stunden schlafen. Schlafmangel führe in der Schule zu Stress.

          Nach der Studie ist der Schlafmangel auch Folge der hohen Bildschirmzeiten. Viele Schüler würden täglich mehr als vier Stunden vor Fernseher, Smartphone oder Tablet sitzen. „Die Schüler kümmern sich nachts um volle Akkus bei ihren Smartphones, aber sie laden ihre eigenen Batterien nicht mehr ausreichend auf“, sagte der DAK-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm.

          Schlafmangel werde leicht unterschätzt, betonte Storm. Dabei könne er ernsthafte Probleme verursachen. So zeige die DAK-Studie einen engen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Stressempfinden. Von den Mädchen gab fast die Hälfte (48 Prozent) an, oft oder sehr oft unter Stress zu leiden. Von den Jungen ist ein Drittel betroffen. Der empfundene Stress nimmt mit dem Alter zu. Erhöhtes Stressempfinden geht mit häufigen Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen sowie Niedergeschlagenheit einher. Insbesondere Mädchen (23 Prozent) machten häufig Angaben, die auf depressive Symptome hinweisen.

          Mädchen leiden häufiger unter Schlafstörungen als Jungen: Während jede Dritte mindestens einmal pro Woche Schlafprobleme hat, sind es bei den Jungen 24 Prozent. Fünft- und Sechstklässler schlafen meist zwischen 20 und 22 Uhr ein, Neunt- und Zehntklässler mehrheitlich nach 23 Uhr. Etwa jeder sechste ältere Schüler gibt an, erst nach Mitternacht einzuschlafen. So kommen die Jüngeren durchschnittlich auf 9,4 Stunden Schlaf pro Nacht, Zehntklässler nur noch auf 7,3 Stunden. Das seien zwei Stunden weniger als von Experten für diese Altersgruppe empfohlen, hieß es.

          Die DAK-Studie wurde mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in sechs Bundesländern durchgeführt. Fast 9300 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn wurden dafür den Angaben zufolge repräsentativ befragt.

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