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Rangliste : Unternehmen wählen die besten deutschen Unis

  • -Aktualisiert am

Respektable Platzierung: Die Frankfurt School of Finance and Management Bild: dpa

Welche Uni ist die beste? Es gibt unzählige solcher Rankings. Bei diesem hier herrscht aber eine Besonderheit: Die Arbeitgeber suchen aus, woher die fittesten Bewerber kommen. Und prompt gibt’s eine Überraschung.

          Normalerweise gibt es keine allzu großen Überraschungen, wenn mal wieder eine der vielen nationalen oder internationalen Hochschul-Ranglisten auf den Markt kommt: Auf den ersten Plätzen tummeln sich meist die üblichen Verdächtigen. So gesehen ist es bemerkenswert, dass in einer neuen deutschen Liste die Frankfurt School of Finance & Management den stattlichen dritten Platz belegt - hinter der TU München sowie der Universität Heidelberg und gleichauf mit der Humboldt-Uni Berlin, allesamt Schwergewichte der Szene.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Entscheidend für diese gute Plazierung waren 6000 Arbeitgeber in 20 Ländern, die das Marktforschungsunternehmen Trendence im Auftrag der französischen Personalberatung Emerging befragt hatte. Kernfrage war, an welchen Hochschulen, national und international, die Studenten am besten auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Dabei ging es neben dem reinen Fachwissen vor allem um sogenannte Soft Skills, von den Autoren so zusammengefasst: Anpassungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Motivation, Flexibilität, Kommunikationsstärke, Druckresistenz. Das deutsche Ranking umfasst 69 Hochschulen, die besten zehn werden durch die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Hochschule München, die Goethe-Universität Frankfurt, die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Berlin und die RWTH Aachen komplettiert.

          Die deutschen Hochschulen schnitten gut ab

          Was die Reihenfolge der internationalen Hochschulen betrifft, ist das Bild ebenso vertraut. Die befragten Unternehmen vergaben die ersten zehn Plätze an folgende Einrichtungen: California Institute of Technology, Massachusetts Institute of Technology, Harvard University, University of Cambridge, Stanford University, Yale University, University of Oxford, Princeton University, University of Tokyo - und mittendrin, auf Platz acht, die TU München als bester deutscher Vertreter. Ohnehin haben die deutschen Hochschulen im Vergleich zu den vorherigen Umfragen dieser Art gut abgeschnitten. Nach Auffassung der befragten internationalen Arbeitgeber bringt Deutschland hinter den Vereinigten Staaten die besten Absolventen hervor; eine Verbesserung um einen Platz, denn beim vergangenen Mal lagen auch die britischen Hochschulen vor den deutschen. Insgesamt landeten elf deutsche Hochschulen unter den besten 150, drei mehr als im vergangenen Jahr.

          Fragt sich nur, wie sehr solche Ranglisten die Suche von Unternehmen nach geeigneten Mitarbeitern beeinflussen, ob sie sich also auch auf die plazierten Unis stürzen. Es ist das sechste Ranking dieser Art, und im vergangenen Jahr haben die Marktforscher von Trendence auch danach gefragt. Etwa die Hälfte der Arbeitgeber, die neue Mitarbeiter rekrutieren, nähmen derartige Hochschullisten zur Hand, sagt eine Sprecherin. Das gebiete schon die Effizienz. Denn kein Unternehmen, und sei es noch so groß, könne an allen Hochschulen präsent sein, um herauszufinden, wo die besten Leute ausgebildet werden.

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