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Uni-Ranking : Der Süden hat es besser

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Mehr als ein Idyll: Leben und studieren in Tübingen Bild: dpa/dpaweb

Das Centrum für Hochschulentwicklung hat Dozenten und Studenten gefragt: Geisteswissenschaftler sollten in Freiburg oder Tübingen studieren, Ingenieure in Karlsruhe, Aachen oder München. Hochschulen im Norden? Fehlanzeige.

          Ingenieurwissenschaften studieren sich im Süden Deutschlands besonders gut. In einer Umfrage unter 300.000 Studierenden und Professoren liegt das Fach Architektur an der Universität Stuttgart sowohl bei der Gesamtzufriedenheit der Studenten als auch in der Forschungsreputation weit vorn, wie das des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Dienstag in Gütersloh mitteilte.

          Bei den Fächern Bauingenieurwesen sowie Elektro- und Informationstechnik schneidet demzufolge insbesondere die Universität Karlsruhe mit „sehr gut“ ab. Für ein Studium dieser Fächer an einer Fachhochschule wurden von den Professoren unter anderem München und Aachen empfohlen, hieß es weiter. Ebenfalls in Karlsruhe, aber auch an der TU Darmstadt beurteilten die Studierenden die Bereiche Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen als sehr gut. Beide Hochschulen werden hier, neben der RWTH Aachen, der ETH Zürich, der TU München und der Uni Stuttgart auch als führend in der Forschung angesehen.

          Im Fach Psychologie wiederum schnitten die Universitäten Jena und Konstanz am besten ab. Die Studenten zeigten sich mit den Studienbedingungen sehr zufrieden, die Professoren werteten die Reputation in der Forschung als führend. Gleiches gilt im Fach Erziehungswissenschaften laut CHE-Ranking für die Universitäten Bielefeld und die FU Berlin. Bei den Geisteswissenschaften spielen dagegen die Universitäten Freiburg und Tübingen in Studium und Lehre in der Spitzenliga. Als führend in der Forschung gelten in den Fächern Anglistik/Amerikanistik, Germanistik und Geschichte nach dem Urteil der Befragten auch die FU Berlin und LMU München.

          Mit mehr als 30 Fächern ist das Ranking des Centrum für Hochschulentwicklung nach eigenen Angaben das umfassendste im deutschsprachigen Raum. Jährlich werden ein Drittel der Fächer neu bewertet, darunter auch in der Schweiz und Österreich. In diesem Jahr waren es die Fächer Anglistik/Amerikanistik, Architektur, Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Geschichte, Maschinenbau, Psychologie und Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen beziehungsweise Romanistik. An der aktuellen Befragung beteiligten sich rund 13.600 Professoren. Zudem wurden pro Fach und Hochschule 500 Studenten befragt.

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