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Studenten-Spezial : Lohnt sich die Büffelei?

Bild: IAB / Foto: Mauritius / F.A.Z.-Grafik Niebel

Bildung lohnt sich, heißt es doch. Ein Studium aber dauert lange und ist teuer. Wer eine Ausbildung macht, verdient gleich Geld. Doch geht diese Rechnung langfristig auf?

          Studium oder Ausbildung - wer vor dieser Wahl steht, macht folgende Rechnung auf: Eine Lehre ist der erste Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit. Zwar ist die Vergütung nicht opulent, doch in Kombination mit „Hotel Mama“ winkt ein bescheidener Luxus. Und nach zwei oder drei Jahren lässt sich mit dem Abschluss in der Tasche richtig Geld verdienen. Anders beim Studium: Wer nach akademischen Weihen strebt, muss erst einmal investieren. Wenn ein Umzug nötig ist, kann Bildung richtig teuer werden. Bis der Hochschulabsolvent sein erstes Geld verdient, hat die Fachkraft oft schon die ersten Stufen auf der Karriere- und Gehaltsleiter genommen. Lässt sich das im Laufe eines Berufslebens noch aufholen?

          „Bildung lohnt sich ein Leben lang“, sagt Heiko Stüber, Wissenschaftler vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung dazu. Der Ausspruch ist durchaus wörtlich gemeint. Denn Stüber hat die Bildungsrenditen verschiedener Abschlüsse untersucht. Das Bild ist eindeutig: Wer mit 26 Jahren sein Studium an einer Universität abschließt und in den Beruf eintritt, verdient im Durchschnitt bis zur Rente brutto mehr als 2,3 Millionen Euro. Wer von einer der praxisnahen Fachhochschule kommt, landet noch bei etwas mehr als zwei Millionen Euro. Dagegen springen bei der beruflichen Ausbildung „nur“ etwas mehr als 1,3 Millionen Euro heraus, obwohl die Eintrittsschwelle schon bei 19 Jahren liegt. Der Grund: Während Löhne und Gehälter von Facharbeitern ab Mitte dreißig kaum noch steigen, gibt es für Akademiker noch bis Mitte vierzig ordentliche Gehaltssprünge. Wer das Abitur als höchsten Abschluss in der Tasche hat, kommt noch auf 1,5 Millionen Euro.



          Lohnt sich die Büffelei?
          Wer soll das
          bezahlen?
          Hab' ich
          genug Geld?
          Welche Uni?
          Welches Studium?
          Wo studieren?
          Ohne Abi
          studieren?


          Heiko Stüber weist allerdings darauf hin, dass dies nur Mittelwerte sind und sich dahinter enorme Spannen verbergen können. So dürften viele Ärzte oder Ingenieure deutlich mehr verdienen als 2,3 Millionen Euro, Geisteswissenschaftler lägen dagegen wohl häufig darunter. Nicht zu vergessen die Frage nach einer Promotion: Wer einen Doktortitel erwirbt, steigt in der Privatwirtschaft laut einer Untersuchung der Vergütungsberatung Personalmarkt.de mit bis zu 10.000 Euro mehr Anfangsgehalt in die Karriere ein. Auch bei Fachkräften spielt Weiterbildung eine große Rolle, erklärt Stüber: Facharbeiter mit Meisterausbildung kommen auf rund 1,9 Millionen Euro. Hochschüler haben aber noch einen Vorteil: Sie sind viel seltener arbeitslos. In dieser Gruppe herrscht quasi Vollbeschäftigung. Auch Facharbeiter haben derzeit am Arbeitsmarkt gute Chancen. Mit Abstand am schwierigsten ist die Lage für Ungelernte.

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