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Interviewreihe „Auf ein Wort“ : Der Aufbau des Studiengangs ist nicht optimal

  • -Aktualisiert am

Carina Abrolat studiert Jura an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Bild: F.A.Z.

Die Jurastudentin Carina Abrolat schreibt gerade an ihrer Abschlussarbeit. Was sie am Klausurenkurs mochte und wo sie in Frankfurt am liebsten zum Feiern hingeht, erzählt sie im Kurzinterview.

          Was liegt an in dieser Woche?

          Carina Abrolat: Ich schreibe gerade meine wissenschaftliche Abschlussarbeit, die ich diese Woche abgeben muss. Deshalb bin ich auch während der Semesterferien an der Uni. Ich muss immer in die Bibliothek, weil man sich nicht alle Bücher ausleihen kann. Das ist ein bisschen nervig. Andererseits habe ich hier mehr Disziplin und arbeite dann auch wirklich. Vielleicht ist es also gar nicht so schlecht, dass ich so oft herkommen muss.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Nach dem Abschluss hat man viele Möglichkeiten. Man ist nicht auf eine Sache festgelegt. Besonders gut hat mir der Klausurenkurs für die Examensphase gefallen. Wir haben jede Woche eine Übungsklausur geschrieben, die dann auch besprochen wurde. Vor allem das persönliche Feedback hat mir sehr geholfen.

          Und was stört Sie?

          Ich finde den Aufbau des Studiengangs manchmal nicht so ideal. Das Einzige, das am Ende zählt, ist das Examen.

          Was wollten Sie Ihrem Universitätsprofessor schon immer mal sagen?

          Da fällt mir nichts ein.

          Ihr Lieblingsort an der Universität?

          Wenn ich mich entspannen will, gehe ich am liebsten ins Café Hopplo.

          Wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          So einen Ort gibt es eigentlich nicht.

          Wo ist in der Universität der beste Ort zum Flirten?

          Vielleicht vor der Bibliothek, aber so ganz genau kann ich das nicht sagen.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne in einer Wohngemeinschaft. Wir sind zu zweit.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Den einen Teil finanzieren meine Eltern, den anderen Teil übernehme ich selbst. Ich habe eine Weile als Messehostess gearbeitet. Wenn ich meine Abschlussarbeit abgegeben habe, werde ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Kanzlei anfangen.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Im Sommer bin ich am liebsten am Main. Zum Feiern gehe ich gerne ins Amp, das ist eine Art Clubbar am Willy-Brandt-Platz. Ich würde sagen, da läuft gediegener Techno. Die Tanzfläche ist wirklich klein. Aber ich sitze ohnehin lieber mit ein paar Leuten draußen. Das ist immer sehr entspannt. In anderen Läden muss man ja ab einer bestimmten Zeit reingehen. Das ist im Amp nicht so. Überhaupt ist es dort sehr lässig. Das gefällt mir.

          Was gefällt Ihnen in Frankfurt, was nicht?

          Eigentlich komme ich aus Landau in der Pfalz. An Frankfurt gefällt mir das große kulturelle Angebot. Und auch bei den kulinarischen Angeboten ist alles dabei. Was mir nicht so gut gefällt, ist, dass ich nachts oft ein mulmiges Gefühl habe, wenn ich allein unterwegs bin. Zum Beispiel an der Hauptwache. Wobei ich glaube, dass es mir in jeder größeren Stadt so gehen würde. Das hat also nicht direkt etwas mit Frankfurt zu tun.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Das weiß ich noch nicht.

          ***

          Carolin Abrolat, 25 Jahre alt, studiert im 12. Semester Jura an der Goethe-Universität Frankfurt

          Aufgezeichnet von Karin Priehler

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