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Neue Studienfächer : Von Serienschreiben bis Sexologie

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Wer überlegt, Zahnarzt zu werden, den lädt die Uni Witten-Herdecke zum Probebohren ein. 50 Interessierte haben Platz in dem Seminar, Bewerbungsschluss ist der 1. September. Bild: dpa

Neues vom Campus: Die Akademisierung von Pflegeberufen schreitet voran. Wirtschaft hingegen wird praxisorientierter. Und die Uni Witten-Herdecke lädt zum Probebohren.

          Die Akademisierung von Pflegeberufen nimmt mit einem weiteren Studiengang Fahrt auf. An der Fachhochschule Frankfurt beginnt im Wintersemester der berufsbegleitende Masterstudiengang Pflege - Advanced Practice Nursing. So heißt es in der Meldung der Hochschule, die Studierenden qualifizierten sich, darin „Pflegebedarf zu beurteilen und Versorgungskonzepte zu entwickeln“. Studienschwerpunkte: Praxis der Pflege, Diagnostik, Recht und Ethik. Studienvoraussetzung ist ein Hochschulabschluss in einem pflegebezogenen Studiengang oder ein Pflege- oder Hebammenexamen mit beliebigem Hochschulabschluss.

          Wer lieber Zahnarzt werden will, der wird von der Uni Witten-Herdecke am 16. und 17. Oktober 2014 zur Probebohrung eingeladen. 50 Studenten sollen dann auf Probe in den Beruf „reinschnuppern“. Bewerbungsschluss ist der 1. September. „Wie es sich auf der anderen Seite des Bohrers anfühlt, das will diese Veranstaltung vermitteln“, heißt es in einer Pressemeldung.

          Die Westfälische Hochschule in Bocholt bietet zum Wintersemester 2015/16 ein duales Studium Wirtschaft an. Es richte sich an „leistungsorientierte Jugendliche“. Das Studium beschränke sich in den ersten beiden Jahren auf zwei Tage je Woche, drei Tage verbringen die Studierenden im Betrieb. Vier andere gibt es dort schon jetzt: Angewandte Elektrotechnik, Bionik, Softwaresysteme und Mechatronik.

          An der Hochschule Hamm-Lippstadt ist es derweil nun möglich, dass Studierende im Masterstudiengang Angewandte Biomedizintechnik im Rahmen der neuen Vertiefung Biomedizinische Physik zu einem Medizin-Physik-Experten ausgebildet werden. Sie studierten sechs Semester dual.

          „Grüne“ Themen spannend aufbereiten

          Mit Beginn des Wintersemesters gibt es in Heidelberg einen Master-Studiengang Klassische und Moderne Literaturwissenschaft, der durch eine Verbindung mindestens eines altsprachlichen Faches mit mindestens einer modernen Sprache einzigartig sei und einen Schwerpunkt auf jüdischer Literaturwissenschaft habe.

          Inmitten einer Medienkrise bietet die Leuphana Universität Lüneburg nun ein neues Aufbaustudium Nachhaltigkeit und Journalismus an. In zwei Semestern werde über politische, ökonomische, ethische und naturwissenschaftliche Fragen von Nachhaltigkeit gelehrt. Vertreter renommierter Medien erklärten, wie man „grüne“ Themen spannend aufbereite. Dies leiste einen Beitrag, „notwendige Transformationsprozesse mitzugestalten“, ließ sich Professor Daniel Lang zitieren. Bewerbungen sind bis 31. August 2014 möglich.

          Ein Vollzeit-Lehrgang des Institutes für Schauspiel, Film-, Fernsehberufe Berlin richtet sich an angehende Serienautoren . Er beginnt am 6. Oktober und endet vor Weihnachten. Autoren der Branche wiesen ins Serienschreiben ein in den Genres Krimi, Krankenhaus, Soap.

          Und die Hochschule Merseburg bietet die erste Weiterbildung in Sexologie an, die mit einem Titel „Master of Arts“ abschließt. „Das Recht auf Wissen rund um die Sexualität erfordert gut ausgebildete Sexologinnen und Sexologen, welche persönlichen sowie medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen kompetent begegnen“, schreibt die Schule.

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