https://www.faz.net/-gyl-8mf0n

Neue Studie : Weniger Stipendien für Frauen und Zuwanderer

  • Aktualisiert am

Fürs Stipendium zählen offenbar nicht nur die Noten. Bild: dpa

Die Entscheidung, wer in Deutschland ein Stipendium bekommt und wer nicht, ist nicht allein von der Note abhängig. Das jedenfalls suggeriert eine neue Studie. Wichtig sind demnach auch das Geschlecht und die Herkunft.

          Wer bekommt in Deutschland ein Stipendium? Das ist nicht unbedingt nur abhängig von den Noten, sondern auch vom Geschlecht, der Herkunft und dem Bildungshintergrund der Eltern. Das jedenfalls suggeriert eine neue Untersuchung des Internetportals „MyStipendium“ gemeinsam mit der Stiftung Mercator, an der knapp 28.000 Studierende und Abiturienten teilgenommen haben.

          Demnach erhalten kanpp 20 Prozent weniger Frauen eine Förderung von den Begabtenförderungswerken. Zwar liege das in Teilen auch daran, dass sich weniger Frauen als Männer um ein Stipendium bewerben. Doch seien weibliche Bewerberinnen im Schnitt auch weniger erfolgreich - trotz durchschnittlich besserer Noten.

          Aber auch Kinder von Eltern, die selbst studiert haben, sind deutlich erfolgreicher mit ihren Stipendienbewerbungen als Kinder aus Nicht-Akademikerfamilien. Während 41 von 100 Akademikerkindern bei einer Bewerbung auch tatsächlich ein Stipendium erhalten, sind nur 34 Prozent der Nicht-Akademikerkinder erfolgreich. Weniger erfolgreich als der Durchschnitt sind zudem Bewerber mit MIgrationshintergrund.

          Bei der Stipendienvergabe zeigten sich zudem regionale Unterschiede. So schnitten die Studierenden im Ruhrgebiet deutlich schlechter ab als diejenigen in anderen Regionen, wenn sie sich um Studienförderung bewarben. Und die ohnehin schon benachteiligten Gruppen waren im Ruhrgebiet noch weniger erfolgreich als im Rest Deutschlands. So liegt die Stipendiatenquote von Studierenden mit Migrationshintergrund im Ruhrgebiet um ganze 40 Prozent unter der Stipendiatenquote von Studierenden ohne Migrationshintergrund. Im Bundesdurchschnitt beträgt die Differenz lediglich knapp 10 Prozent. Auch die Kluft zwischen den Geschlechtern ist im Ruhrgebiet deutlich größer als anderswo.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Reaktionen auf Niki Laudas Tod : „Eine Legende hat uns verlassen“

          Die Formel 1 reagiert mit großer Trauer auf den Tod des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda. Er sei „für immer unsterblich“, twittert die Motorsport-Königsklasse. Nico Rosberg dankt seinem Förderer und lobt dessen Geduld mit den jungen Fahrern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.