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Nach Spahns Initiative : Psychotherapie wird Studiengang

Der Karriereweg für angehende Psychotherapeuten soll sich stark verändern. Bild: dpa

Erst Psychologie studieren, dann noch eine Ausbildung obendrauf machen: So sah der Karriereweg bislang für Psychotherapeuten aus. Das Bundeskabinett hat jetzt eine Ausbildungsreform beschlossen.

          Für Psychotherapeuten soll es künftig einen eigenen Studiengang geben. Das Bundeskabinett hat die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Ausbildungsreform am Mittwoch gebilligt. Jetzt müssen noch Bundestag und Bundesrat zustimmen.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Die Approbation soll künftig nach einer fünfjährigen Ausbildung – drei Jahre Bachelor-, zwei Jahren Masterstudium – erteilt werden. Um mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen zu können, ist noch eine Weiterbildung in stationären und ambulanten Einrichtungen notwendig. Die soll künftig bezahlt werden. Die neue Form der Ausbildung soll Ende 2020 beginnen.

          Bisher ist es so, dass Psychotherapeuten ein Psychologiestudium absolvieren und zudem eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten abschließen müssen. Details der Ausbildung sollen in einer noch zu entwickelnden Approbationsordnung festgelegt werden. Spahn sagte, mit der Reform werde die Qualifikation der Therapeuten gestärkt „und ihr Beruf noch attraktiver“.

          Die Bundespsychotherapeutenkammer lobte den Beschluss als wegweisend. Es gebe jedoch noch Nachbesserungsbedarf bei der finanziellen Förderung der ambulanten Weiterbildung. Kritik kam von der Linksfraktion. Die Grünen lobten, dass das Verschreiben von Psychopharmaka entgegen erster Planungen nicht zum Berufsbild der Psychotherapeuten gehören solle. Der Gesetzentwurf enthält zudem einen Passus, in dem die Selbstverwaltung der Ärzte und Kassen aufgerufen wird, die psychotherapeutische Versorgung zu verbessern.

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