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Generation Y : Geld regiert auch die Studentenwelt

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Studenten brauchen mehr Geld: 231 Euro fehlen dem einzelnen im Durchschnitt. Bild: Franziska Gilli

Stimmt es, dass Geld den jungen Menschen nicht mehr so wichtig ist? Diese Umfrage sagt: Zumindest den Studenten ist es sehr wichtig. Denn ohne können sie die Lebenshaltungskosten nicht bewältigen oder keinen Auslandsaufenthalt stemmen.

          Geld spielt angeblich für die so genannte Generation Y nur noch eine eher untergeordnete Rolle. Den jungen Menschen unter 35 sei ein hohes Einkommen nicht mehr so wichtig, so das Vorurteil. Doch immer mehr Untersuchungen kratzen an diesen Aussagen. So auch diese, die sich mit Studenten beschäftigt: Geld ist demnach für das Studium, aber auch beim Erwerb von gefragten Zusatzqualifikationen für den Arbeitsmarkt ein entscheidendes Kriterium.

          Die Finanzierung spiele eine entscheidende Rolle dabei, ob junge Menschen ein Studium überhaupt antreten. Und das Problem setze sich danach fort. Die Mehrheit der Studenten, die während des Studiums ins Ausland gehen, können das nur mit finanzieller Hilfe der Eltern. Wer zu Hause bleibt, gibt Geldmangel als häufigsten Grund dafür an. Das sind einige Ergebnisse des Campus Barometers, einer der größten Onlineumfragen unter Studenten, die die auf Studienfinanzierung spezialisierte Deutsche Bildung zum sechsten Mal in Folge erhoben hat. An der diesjährigen Umfrage beteiligten sich mehr als 6200 Studenten aller Fachrichtungen und Abschlüsse.

          Auf der Agenda der Umfrage standen Studienzufriedenheit, Studienfinanzierung, Auslandspläne, Schlüsselqualifikationen und subjektive Zukunftsaussichten zu Gehältern, Ängsten und Wünschen.

          Ein weiteres zentrales Ergebnis: Finanzierungsprobleme zeichnet sich bei den laufenden Kosten ab. 70 Prozent der Teilnehmer finden die Lebenshaltungskosten in den Unistädten zu hoch. Auch übt weit über die Hälfte der Studenten einen Nebenjob aus, zum Teil aber mit negativen Folgen für das Studium. Studenten brauchen rund ein Drittel mehr Geld als sie haben, durchschnittlich 231 Euro fehlen.

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