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Frauen und Karriere : Mehr Professorinnen an Hochschulen

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Bild: FAZ.NET

Lehre und Forschung in Deutschland werden weiblicher: Die Zahl der Professorinnen erreichte 2006 mit rund 5.700 einen neuen Höchststand. 15 Prozent der Lehrstuhlinhaber waren Frauen, 1995 waren es erst 8 Prozent.

          An den deutschen Hochschulen lehren und forschen immer mehr Professorinnen. 15 Prozent der Lehrstuhlinhaber waren Ende 2006 Frauen - 1995 waren es erst 8 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.

          Von den Beschäftigten an den deutschen Hochschulen insgesamt waren im Vorjahr 51 Prozent (256.800) Frauen. Die Frauenanteile unterscheiden sich allerdings in Abhängigkeit von der ausgeübten Tätigkeit: Einem Frauenanteil von 70 Prozent beim nichtwissenschaftlichen Personal stand eine Quote von 32 Prozent beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal gegenüber. Die Zahl der Professorinnen erreichte 2006 mit rund 5.700 einen neuen Höchststand (jung, weiblich, erfolgreich: ).

          Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sprach von einem positiven Trend, der aber verstärkt werden müsse. Dazu plane sie mit den Ländern ein Programm. „Wir denken dabei an die Finanzierung von vorgezogenen Berufungen auf Professuren, die erst in drei bis fünf Jahren frei werden, sofern sie durch Wissenschaftlerinnen besetzt werden“, teilte Schavan mit. Hoch qualifizierte Frauen müssten angemessen in das Wissenschaftssystem eingebunden werden. „Wir wollen und können auf ihre Talente nicht verzichten.“

          Während in den Kunstwissenschaften sowie den Sprach- und Kulturwissenschaften etwa jeder vierte Lehrstuhl mit einer Frau besetzt war, lag der Anteil der Professorinnen in allen anderen Fächergruppen unter der 20-Prozent-Marke. Am deutlichsten unterrepräsentiert waren Professorinnen in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften (7 Prozent), Sport (9) und Mathematik/Naturwissenschaften (10).

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