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Mehr Geld für mehr Studierende : Bundestag beschließt Bafög-Reform

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Studierende sitzen während einer Vorlesung in einem Hörsaal: Durch die beschlossene Reform soll die Zahl der BAfÖG-Empfänger künftig wieder steigen. Bild: dpa

Um den rückläufigen Zahlen der Bafög-Beziehenden entgegenzuwirken, beschließt der Bundestag eine Erhöhung des Förderbetrages. Auch der Kreis der Empfänger erhöht sich. Ob die Maßnahme die gewünschte Wirkung hat, wird jedoch bezweifelt.

          Studenten und Schüler aus sozial schwachen Familien erhalten für ihre Ausbildung künftig mehr staatliche Unterstützung. Das sieht die Bafög-Reform vor, die der Bundestag am Donnerstagabend verabschiedet hat. Damit werden nicht nur die Fördersätze erhöht, sondern auch der Kreis der Bafög-Empfänger vergrößert sich. Dafür will die Bundesregierung allein in dieser Wahlperiode mehr als 1,2 Milliarden Euro zusätzlich ausgeben.

          Ab dem kommenden Wintersemester steigt der Förderhöchstbetrag in zwei Stufen von 735 auf 861 Euro im Monat. Erleichtert wird darüber hinaus die Rückzahlung der Fördersumme, die bei einem Studium grundsätzlich zur Hälfte als Darlehen gewährt wird. Der Wohnzuschlag für Studenten, die nicht mehr bei den Eltern leben, steigt von 250 auf 325 Euro. Angehoben werden auch die Freibeträge für das Einkommen der Eltern, die für den Bafög-Bezug entscheidend sind. Dadurch sollen mehr junge Menschen gefördert werden als bisher.

          Die Zahl der Bafög-Empfänger sinkt seit Jahren. Im Jahr 2017 floss die staatliche Ausbildungshilfe nur noch an rund 557.000 Studenten sowie etwa 225.000 Schüler. Diesen Negativtrend will die Koalition nun umkehren. Die Opposition hat aber erhebliche Zweifel, dass dies mit der jetzt beschlossenen Bafög-Novelle gelingt.

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