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Bildung : Immer mehr Schüler fallen durch das Abitur

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Immer mehr Schüler schaffen ihre Abitur-Klausuren nicht: 2017 fielen 3,78 Prozent durch. Bild: dpa

Das Abitur ist die wichtigste Prüfung im Leben vieler junger Leute. Denn die Note entscheidet, wo und was sie studieren können. Jetzt zeigt eine Auswertung: Mehr und mehr Schüler schaffen die Prüfung gar nicht.

          Es ist die erste große Prüfung – und sie endet für immer mehr junge Leute mit einer handfesten Enttäuschung: In Deutschland rasseln wieder mehr Schüler durchs Abitur. In den vergangenen neun Jahren ist die Quote der nicht bestandenen Prüfungen nahezu stetig gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der Deutschen Presse-Agentur. Zuletzt scheiterte etwa einer von 26 Schülern bei der Prüfung.

          Während im Abiturjahrgang 2009 laut Kultusministerkonferenz noch 2,39 Prozent der Schüler durchfielen, waren es 2017 schon 3,78 Prozent. Für 2018 liegen noch nicht aus allen Bundesländern Zahlen vor, die Tendenz bestätigt sich jedoch: In vielen Ländern stieg die Durchfaller-Quote abermals. Besonders hoch ist sie in Mecklenburg-Vorpommern, wo 2017 etwa jeder 14. Abitur-Prüfling scheiterte.

          Dass mehr und mehr Schüler ihr Abitur nicht bestehen, könnte auch daran liegen, dass es immer mehr versuchen. So lag laut Statistischem Bundesamt etwa im Jahr 2017 der Anteil der 20- bis 24-Jährigen mit Abitur bei 53 Prozent. Unter den 60- bis 64-Jährigen verfügte laut der Statistikbehörde dagegen nur knapp ein Viertel über eine Fachhochschul- oder Hochschulreife.

          Während immer mehr Schüler durchs Abitur fallen, wird aber bundesweit häufiger die Note 1,0 vergeben. Und fast jeder vierte Abiturient hatte 2017 eine 1 vor dem Komma. Die Ergebnisse der Abitur-Prüfungen werden also immer extremer. Doch insgesamt sind die Noten in den vergangenen Jahren etwas besser geworden, allerdings nicht stark. Den besten Notendurchschnitt gab es im Jahr 2017 in Thüringen mit 2,18, den schlechtesten in Niedersachsen mit 2,57.

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