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Berufliche Bildung : Allianz setzt sich für mehr Lehrstellen ein

Peter Altmaier (CDU), Hubertus Heil (SPD) und Anja Karliczek (CDU) nahmen an der Pressekonferenz der Allianz für Aus- und Weiterbildung teil. Bild: dpa

Regierung, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände wollen den Ausbildungsmarkt stärken. Auch Hauptschüler sollen künftig bessere Chancen haben

          Im Mai hat die Bundesregierung ihre Pläne für eine gesetzliche Festschreibung höherer Ausbildungsvergütungen für Lehrlinge auf den Weg gebracht. Nun setzt sie sich zusammen mit Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Arbeitsagentur dafür ein, dass die Betriebe künftig genügend Ausbildungsplätze anbieten. „Wir wollen angesichts der demographischen Entwicklung alles tun, um die Gesamtzahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellen zu stabilisieren“, heißt es in einem Papier, das die Partner der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ am Montag beschlossen haben.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Die Allianz ist ein 2014 ins Leben gerufenes Dialogformat, in dem sich Regierung, Verbände und Gewerkschaften regelmäßig austauschen. Der aktuelle Beschluss beinhaltet die Vereinbarung weiterer Zusammenarbeit bis 2021. Dazu gehört auch eine Verabredung, dass die Betriebe künftig „deutlich mehr betriebliche Ausbildungsplätze offen für alle Schulabschlüsse“ anbieten sollen – also auch für Hauptschüler. Ein weiterer Baustein sind Bemühungen, Jugendlichen den Schritt zu einer Ausbildung fern der Heimat zu erleichtern.

          „Aufstiegs-Bafög“ und Mindestvergütung

          Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lobte die Fortführung der Allianz. „Gemeinsam können wir die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt besser meistern, junge Menschen und Ausbildungsbetriebe erfolgreicher zusammenbringen und die duale Ausbildung an die neuen Anforderungen der digitalen Arbeitswelt anpassen“, sagte er nach der Unterzeichnung des Papiers.

          Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) betonte, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung eine Erfolgsgeschichte sei. „Die Bundesregierung trägt kraftvoll dazu bei“, sagte sie und stellte das geplante neue Berufsbildungsgesetz heraus. Dieses enthält auch das von Handwerks-, Industrie- und Handelskammern kritisch begleitete Vorhaben einer Mindestausbildungsvergütung. Ausbildungsbereite Betriebe sollen damit verpflichtet werden, zwischen 515 und 820 Euro im Monat zu zahlen. Im nächsten Schritt will Karliczek das „Aufstiegs-Bafög“ ausbauen, mit dem der Staat Fortbildungen zum Meister oder Fachwirt fördert.

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