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Statistisches Bundesamt : Zwei von drei Müttern sind in Teilzeit beschäftigt

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Mit Kind ins Büro? Das geht nur selten. Die meisten Mütter arbeiten daher in Teilzeit. Bild: dpa

Während die meisten Väter eine 40-Stunden-Woche haben, arbeiten Mütter oft weniger. Auch zwischen Westen und Osten gibt es große Unterschiede.

          Mehr als zwei Drittel aller Mütter, die arbeiten gehen, sind Teilzeitbeschäftigte – aber nur sechs Prozent der erwerbstätigen Väter mit minderjährigen Kindern. Entscheidend sei dabei die Familienform, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

          So waren Mütter, die in einer Partnerschaft lebten, im vergangenen Jahr zu 71 Prozent in Teilzeit tätig. Alleinerziehende Mütter hingegen zu nur 58 Prozent. Damit liegt die Quote der teilzeitbeschäftigten Mütter bei insgesamt 69 Prozent. Umgekehrt verhielt es sich bei den Männern: Alleinerziehende Väter waren doppelt so häufig in Teilzeit tätig (12 Prozent) wie in einer Partnerschaft lebende Väter (6 Prozent).

          Über die Jahre ist die Teilzeitquote bei den Männern leicht gestiegen, während sie bei den Frauen leicht sank: 2008 arbeiteten noch 71 Prozent der Mütter nicht voll, bei den Vätern waren es 5 Prozent.

          Große Unterschiede gibt es außerdem nach wie vor zwischen West- und Ostdeutschland: In den ostdeutschen Bundesländern war 2017 nur knapp die Hälfte aller Mütter in Teilzeit beschäftigt, im Westen mit 74 Prozent deutlich mehr. Bei den Vätern hingegen unterschied sich die Quote kaum: Im Osten arbeiteten acht Prozent in Teilzeit, im Westen sechs Prozent.

          Die Zahlen gehen aus dem Mikrozensus hervor, für den jedes Jahr ein Prozent der Haushalte in Deutschland befragt wird. Für die Teilzeitquoten wurden Erwerbstätige im Alter zwischen 15 und 64 Jahren berücksichtigt. Mütter und Väter in Elternzeit zählen in der Statistik zu den Nichterwerbstätigen.

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