https://www.faz.net/-gyl-9d2hv

Vorstellungsgespräch : Die ersten fünf Minuten sind entscheidend

  • Aktualisiert am

Viele Kandidaten bereiten sich gut auf ein Vorstellungsgespräch vor. Doch auch die Unternehmen dürfen nicht patzen. Bild: Picture-Alliance

Bewerber geben im Vorstellungsgespräch ihr Bestes. Doch auch Branchen mit Fachkräftemangel müssen immer stärker für sich werben. Dabei ist vor allem eine Tugend wichtig.

          Fast zwei Drittel der Jobsuchenden in Deutschland entscheiden sich bereits nach dem ersten Vorstellungsgespräch für oder gegen ein Unternehmen. Mehr als jeder Sechste weiß sogar schon nach fünf Minuten, ob er die Stelle bei einer Zusage annehmen will oder nicht.

          Das zeigt die aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half. Für die Erhebung wurden 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Dezember 2017 durch das Umfrageinstitut 3GEM befragt.

          „Heutzutage geht es nicht mehr nur darum, dass sich der Bewerber gut präsentiert. Gerade in Bereichen mit Bewerbermangel, wie in der Finanzbuchhaltung oder der IT-Sicherheit, müssen Unternehmen den Kandidaten von sich überzeugen“, so ein Personalexperte von Robert Half.

          Kündigung innerhalb des ersten Monats

          Er rät deshalb Personalabteilungen, sich wenige Tage nach dem ersten Bewerbungsgespräch zu erkundigen, ob die Kandidaten weiterhin Interesse an der Stelle haben.

          Dies könne nicht nur den Bewerbungsprozess deutlich verkürzen, sondern helfe auch dabei, den passenden Mitarbeiter für die offene Stelle zu finden.

          Damit aber nicht genug: Neun von zehn Arbeitnehmern würden eine neue Stelle innerhalb des ersten Monats wieder kündigen, wenn der Job ihre Erwartungen nicht erfüllt. Für jeweils rund 45 Prozent der Befragten ist dies der Fall, wenn die Unternehmenskultur nicht passt oder die Aufgaben andere sind, als ursprünglich ausgeschrieben. 44 Prozent würden den Job wegen schlechten Managements kündigen und 36 Prozent bei mangelhafter Einarbeitung.

          Ehrlich und realistisch bleiben

          „Unternehmen sollten im Bewerbungsgespräch daher unbedingt realistisch bleiben und ehrlich kommunizieren, wie die Firma tickt und welche Aufgaben auf die Kandidaten zukommen. Wer sichergehen will, sollte einen Probearbeitstag mit dem Bewerber vereinbaren“, empfiehlt der Personalexperte.

          Denn schon durch wenige Stunden gemeinsames Arbeiten können beide Parteien besser einschätzen, was sie erwartet und ob sich die Stellenbeschreibung mit den tatsächlichen Aufgaben deckt.

          Damit neue Mitarbeiter motiviert seien und schnell ihren Beitrag leisten könnten, sei eine gut strukturierte Einarbeitung zentral. Dabei sei es wichtig, dass sie in ihren Aufgabenbereich genau eingeführt würden.

          Weitere Themen

          Krimidinner - Mord zum Filet

          Gründerserie : Krimidinner - Mord zum Filet

          Nur zu essen, ist langweilig. Und ein Krimi ohne Essen kann auch auf den Magen schlagen. Die Lösung: das Krimidinner, ein Vier-Gänge-Menü mit bester Unterhaltung. Eine Schauspielerin und Autorin hat ein Geschäftsmodell daraus gemacht.

          Topmeldungen

          Russische Bomber für Maduro : Kalter Krieg in Venezuela

          Russland hat zwei atomwaffenfähige Bomber nach Venezuela geschickt. Die Regierung in Washington ist empört. Venezuelas Verteidigungsminister versucht zu beschwichtigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.