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Unternehmens-Gründer : Viele Frauen führen Start-ups

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Die Frau trägt vor: Kein seltenes Bild in Start-ups. Bild: Reuters

Wie sind deutsche Start-ups gestrickt? Das beantwortet eine neue Befragung. Überraschend häufig stehen Frauen an der Spitze. Und mittlerweile sind neben Berlin andere Standorte dynamischer.

          Keine herausragenden Gehälter, viele Frauen in Führungspositionen und ein Zentrum, das an Boden verliert: So lässt sich ein Start-up-Report zusammenfassen, der die Arbeitsbedingungen in der deutschen Gründerszene untersucht hat. Das Online-Suchportal Joblift hat dafür 32 Millionen Stellenanzeigen aus mehreren europäischen Ländern durchforstet und rund 500 Mitarbeiter von Start-ups befragt.

          Unter anderem kam heraus, dass das mittlere jährliche Bruttogehalt in deutschen Start-ups 41.510 Euro beträgt, wobei jeder Fünfte weniger als 25.000 Euro verdient. Während die Gehälter unter dem Durchschnitt in Deutschland lägen, gilt bei Arbeitszeiten das Gegenteil – mehr als die Hälfte der Befragten arbeite zwischen 40 und 49 Stunden in der Woche.

          Viele weibliche Geschäftsführer

          Jede dritte Geschäftsführung werde von einer Frau besetzt, außerdem 79 Prozent der Positionen mit Personalverantwortung. Erstaunlich dabei: Trotz des hohen Frauenanteils gibt es eine nicht unbeträchtliche Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Die befragten Frauen verdienen im Mittel 40.087 Euro, ihre männlichen Kollegen 44.309 Euro.

          Ein weiteres Ergebnis der Befragung: In Deutschland war jeder achte Start-up-Mitarbeiter schon einmal persönlich von Sexismus im Arbeitskontext betroffen. In anderen europäischen Ländern berichteten deutlich weniger Start-up-Mitarbeiter von sexistischen Vorfällen.

          Und an welchen Orten wachsen die Start-ups nach Beschäftigtenzahlen am meisten? Die Dynamik am Arbeitsmarkt sei, gemessen an der Zahl der Stellenanzeigen, in Köln um 5 Prozent, in Frankfurt um 6 Prozent höher als im deutschen Start-up-Zentrum Berlin – in London sogar um 24 Prozent.

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