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Weiterbildung : EU-Kompetenzen für die Karriere

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Wer nach Europa will, muss sich dort auskennen Bild: fotolia.com

Europa lockt mit attraktiven Arbeitsplätzen, ein Online-Studiengang für Berufstätige ebnet den Weg. Neun Monate dauert die Ausbildung, die oft der Karriere einen Schub verpasst. Nächste Woche ist Bewerbungsschluss.

          Wie funktioniert die Europäische Union? Wie sind die Kompetenzen zwischen Nationalstaat und EU verteilt? Und was muss ich sonst noch wissen, um als Bürger und in meinem Beruf „europakompetent“ zu sein? Der Online-Studiengang für Berufstätige, den die European Online Academy (EOA) anbietet, beantwortet solche Fragen.

          Betrieben wird diese Europäische Online-Akademie vom nicht profitorientierten Internationalen Zentrum für Europäische Bildung (Cife). Dessen Präsident ist der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker. Der Studiengang besteht aus drei Trimestern und dauert insgesamt neun Monate. Bis zum 5. September läuft die Bewerbungsfrist für den kommenden Durchgang noch. Die Teilnehmer kommen aus fast allen europäischen Ländern. Sie treffen sich zwar auch mit dem Lehrpersonal zu Workshops. Der Großteil des Studiums findet jedoch über Fernunterricht im Internet statt.

          Während der drei Online-Phasen lesen die Teilnehmer die Kurstexte, schreiben Essays, suchen im Netz nach weiterführenden Informationen und bereiten sich auf die Klausuren vor, sagt EOA-Programmleiterin Helgard Fröhlich. Die Workshops schließlich finden in Berlin, Rom, Prag und Brüssel statt. Zum Kreis der Dozenten zählen der EU-Verfassungsrechtler Ingolf Pernice, der Politikwissenschaftler Wolfgang Wessels sowie der Franzose Jacques Le Cacheux. "Viele unserer Teilnehmer sind in EU-Institutionen untergekommen oder haben sich nach Abschluss der EOA in ihrem Job verbessern können", sagt Fröhlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 3000 Euro, in besonderen Fällen sind Ermäßigungen möglich.

          Das Programm sei anspruchsvoll und eigne sich auch für Beamte, die Interesse an europäischen Themen haben oder auf diesem Feld arbeiten wollen, meint Torsten Christen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in Berlin, der den Kurs vor zwei Jahren absolvierte. Vor allem die internationale Zusammensetzung des Teilnehmerkreises sei anregend und für die Netzwerkbildung förderlich. Christen kann seine Kenntnisse nun auch in Brüssel, in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der EU, nutzen.

          (Arbeiten in Brüssel? Lesen Sie dazu Brüssel lockt und quält)

          Die Online-Akademie online:

          http://www.eu-online-academy.org/

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