https://www.faz.net/-gyl-9dcok

Weibliche Fachkräfte : Ein Spitzengehalt bekommen meist die Männer

  • Aktualisiert am

Frauen in Führungspositionen haben bessere Ausichten auf ein Spitzengehalt. Bild: dpa

Selbst als gefragte Fachfrauen in Branchen mit Fachkräftemangel verdienen sie seltener ein Spitzengehalt als Männer. Doch Frauen können selbst an den entscheidenden Stellschrauben drehen.

          Sie ziehen sich aus familiären Gründen häufiger als Männer aus dem Berufsleben zurück, arbeiten öfters in Teilzeit und sind seltener Führungskraft. Verglichen mit ihren männlichen Kollegen erreichen weibliche Fachkräfte deshalb noch immer deutlich seltener Spitzengehälter von mehr als 100.000 Euro im Jahr.

          Das ist das Ergebnis einer Gehaltsanalyse der Online-Stellenbörse Stepstone. So ergibt die Erhebung, für die mehr als 200.000 Datensätze ausgewertet wurden: Nur 16 Prozent aller Fachkräfte, die ein Jahresgehalt von mehr als 100.000 Euro im Jahr erzielen, sind Frauen.

          Im Schnitt verdienen Deutschlands Spitzenverdienerinnen dabei 130.700 Euro. Gleichzeitig weist die Stellenbörse Möglichkeiten für Frauen auf, ihre Chancen auf ein sechsstelliges Jahresgehalt zu erhöhen.

          Augen auf bei der Branchenwahl

          Schon der Einstieg ins Berufsleben könne das spätere Gehalt entscheidend prägen. Spitzenverdienerinnen mit Promotion oder Staatsexamen liegen mit 8.200 Euro monatlich über dem durchschnittlichen Top-Gehalt, so die Analyse. Auch die Fächerwahl im Studium soll gut überlegt sein.

          Während unter den Top-Verdienerinnen Wirtschaftswissenschaftlerinnen im Durchschnitt 124.200 Euro verdienen, erzielen weibliche Fachkräfte mit einem Abschluss in den Ingenieurwissenschaften nochmals 20.000 Euro mehr im Jahr.

          Mit durchschnittlich 166.500 Euro erzielen weibliche Fachkräfte aus dem Baugewerbe und der Bauindustrie ein besonders hohes Gehalt unter den Frauen mit sechsstelligem Verdienst. Auch in der Branche Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik werden Spitzenverdienerinnen mit 145.500 Euro überdurchschnittlich hoch bezahlt.

          Personalverantwortung zahlt sich aus

          Geht es um ein konkretes Berufsfeld, dann stechen besonders Ingenieurinnen mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 148.100 Euro hervor. Damit liegen sie im Schnitt sogar rund 4.000 Euro über einer Geschäftsleiterin oder einem weiblichen Vorstandsmitglied.

          Die größten Chancen auf ein Spitzengehalt von mehr als 100.000 Euro im Jahr haben weibliche Fachkräfte, die Personalverantwortung tragen. 66 Prozent aller Top-Verdienerinnen sind Führungskräfte. Dabei gilt: Je mehr Personalverantwortung jemand hat, desto höher fällt das Gehalt aus.

          So verdient eine weibliche Führungskraft mit Personalverantwortung für mehr als 100 Mitarbeiter im Schnitt 35 Prozent mehr als eine Vorgesetzte, die bis zu vier Mitarbeiter verantwortet. Insgesamt fühlt sich die Mehrheit aller weiblichen Spitzenverdienerinnen wohl mit ihrem Gehalt: 73 Prozent von ihnen geben an, zufrieden oder sogar sehr zufrieden zu sein.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Undatierte Aufnahme der „Stena Impero“

          Straße von Hormus : Iran stoppt Öltanker im Persischen Golf

          Die Lage im Persischen Golf spitzt sich zu. Nach eigenen Angaben setzt Iran einen britischen Öltanker in der Straße von Hormus fest. Ein zweites aufgebrachtes Schiff ist mittlerweile wieder freigegeben.

          Transfer-Offensive : Borussia Dortmund hat ein großes Problem

          Der BVB beeindruckt mit seinen starken Neuzugängen. Doch die Offensive auf dem Transfermarkt hat auch ihre Schattenseiten. Der Kader ist nun viel zu üppig besetzt. Auf der Streichliste stehen prominente Namen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.