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Versicherungen : Verdi will keine Billig-Arbeitnehmer

  • Aktualisiert am

Verdi-Vorstand Foullong: „Keine Billiglohngruppe” Bild: Verdi

Verdi ist empört. Die Arbeitgeber legten zu Beginn der Tarifgespräche in der Versicherungsbranche einen Forderungskatalog auf den Tisch, der für die Gewerkschaft inakzeptabel ist.

          Die Arbeitgeber in der deutschen Versicherungswirtschaft
          wollen die Lohnkosten nach Gewerkschaftsangaben massiv senken. Zu Beginn der Tarifverhandlungen für die 220.000 Beschäftigten der Branche
          hätten die Arbeitgeber am Dienstag in Hamburg einen entsprechenden Forderungskatalog präsentiert, sagte der Verhandlungsführer der
          Gewerkschaft Verdi, Uwe Foullong. Die Liste der Forderungen reiche von einer Ausweitung der Samstagsarbeit über variable Sonderzahlen und
          schlechtere Bedingungen für Nachtarbeitszuschläge bis hin zu einer neuen“Billiglohngruppe“.

          Die Gehälter dieser neuen Gehaltsgruppe sollten den Plänen der Arbeitgeber zufolge 30 Prozent unter der bisherigen Tarifgruppe eins liegen, sagte Foullong. Zudem wolle die Versicherungswirtschaft den Sonderkündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer ab 55 Jahren abschaffen.
          Die Gewerkschaft wies die Forderungen der Arbeitgeber zurück. Sie verlangt mit Hinweis auf hohe Gewinne der Versicherungsunternehmen
          rückwirkend zum 1. September 6,5 Prozent höhere Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Die Verhandlungen sollen am 23. Oktober in Köln fortgesetzt werden.

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