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Repräsentative Befragung : Die zehn häufigsten Unsitten unter Kollegen

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Heute schon Druckerpapier nachgelegt? Den ärgerlichen Papierstau behoben? Nein? Sie sind nicht allein! Bild: dpa

Heute schon Ärger mit den Kollegen gehabt? Sind sie Ihnen ins Wort gefallen? Haben sie Ihnen wichtige Infos verschwiegen? Diese Studie zeigt: Das sind bei weitem nicht die einzigen Gründe für Knatsch. Und nicht die häufigsten.

          Ein nettes Verhältnis zu den Kollegen und gute Arbeit im Team - das ist heutzutage vielen Mitarbeitern sehr wichtig, manchen sogar wichtiger als eine gute Bezahlung. Die Realität sieht aber anscheinend ziemlich anders aus. Das jedenfalls suggeriert eine neue, repräsentative Befragung von 1015 Bürokräften in Deutschland durch das Marktforschungsinstitut Censuswide. Die Umfrage zeigt, dass in Deutschlands Büros ziemlich viele Egoisten arbeiten.

          Die Befragung hat vor allem untersucht, welche Büro-Unsitten die gängigsten sind. Beruhigend daran ist: Die Hitliste wird von einem eher kleinen Ärgernis angeführt - dem Vergessen ausgedruckter Seiten in der Druckerablage: 83 Prozent gaben an, dass dies ihren Kollegen oder auch ihnen selbst regelmäßig passiert.

          Auf Rang zwei der Büro-Ärgernisse findet sich das heimliche Umstellen der Temperatur an Heizung oder Klimaanlage; diese Angewohnheit haben rund 79 Prozent der Befragten bei ihren Kollegen oder sich selbst beobachtet. Und rund 73 Prozent geben an, dass ihre Kollegen oder sie selbst regelmäßig versäumen, verbrauchtes Druckerpapier nachzufüllen. Für Missstimmung im Team sorgen außerdem relativ häufig das eigenmächtige Verändern von Ordnerstrukturen am Computer oder das Verschieben von Dokumenten, sowie das Verschludern von Passwörtern oder Zugangsdaten.

          Immerhin 46 Prozent teilen wichtige Informationen nicht mit anderen

          Weniger trivial sind die Büro-Unsitten auf Rang sechs und sieben, die immerhin bei jeweils mehr als 60 Prozent der Befragten durchaus an der Tagesordnung zu sein scheinen: In Meetings auf dem Smartphone herumtippen oder sonstwie an anderen Dingen weiterarbeiten und den Kollegen ins Wort fallen.

          Die von Sharp Business Systems in Auftrag gegebene Studie identifiziert noch weitere Ärgernisse, etwa das Ignorieren technischer Probleme bei gemeinschaftlich genutzten Geräten und das Nichteinhalten von Vorgaben. Die wohl schwerwiegendste Büro-Sünde findet sich glücklicherweise erst auf Rang zehn: 46 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sie selbst oder ihre Kollegen wichtige Informationen lieber für sich behalten, als sie mit den anderen zu teilen.

          Und was tun die Mitarbeiter gegen die großen und kleinen Büro-Sünden? 27 Prozent der Befragten sehen einfach darüber hinweg und schlucken ihren Ärger herunter. 26 Prozent beschweren sich per E-Mail bei dem verantwortlichen Kollegen - oder bei anderen. Weitere 21 Prozent kleben eine schriftliche Notiz an eine gut sichtbare Stelle. Besonders kompromisslos geht es offenbar im Bereich Personalmanagement zu: Hier gaben 35 Prozent der Befragten an, dass sie regelmäßig zum Chef laufen und petzen.

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