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Peter Spork, Fachmann für gesunden Schlaf : Lerche oder Eule?

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Schlafforscher Peter Spork Bild: Archiv

Frühes Aufstehen kann sehr ungesund sein, sagt Peter Spork, Wissenschaftsautor von Büchern über Chronobiologie und Schlafforschung. Wie ungesund hängt davon ab, welcher chronobiologischer Typ ein Mensch ist.

          Herr Spork, ist unser Gehirn morgens schon leistungsfähig?

          Das kommt darauf an, was für ein chronobiologischer Typ Sie sind. Forscher unterscheiden zwischen so genannten Lerchen und Eulen. Sind Sie eine extreme Lerche, haben Sie Ihr erstes Leistungshoch um 8 Uhr oder sogar 7 Uhr morgens. Als ausgeprägte Eule wird es Ihnen jedoch schwer fallen, vor 11 Uhr oder 12 Uhr konzentriert arbeiten zu können. Das hängt von Ihrer Schlafmitte ab.

          Der Schlafmitte?

          Die Schlafmitte ist die Halbzeit zwischen Einschlafen und Aufwachen, wenn Sie ohne äußere Zwänge Ihre Schlafzeit wählen. Bei Lerchen kann sie um Mitternacht sein, bei Eulen erst um 8 Uhr morgens.

          Kann eine Eule zur Lerche werden?

          Nein, das geht nicht wirklich. Sie können ihren Chronotyp um bis zu zwei Stunden in Richtung Lerche verschieben, wenn Sie möglichst früh am Morgen ans helle Tageslicht gehen und es abends meiden. Doch ob Sie Eule oder Lerche sind, ist angeboren. Tatsächlich sind die meisten Menschen unserer Gesellschaft gemäßigte Eulen.

          Dennoch gibt es viele Frühaufsteher!

          Ja, des Jobs wegen. Leistungsfähiger macht Sie das nicht. Sie sind meist unausgeschlafen. Außerdem ist es ungesund, gegen seine innere Uhr zu leben. Sie werden auf Dauer krank, bekommen Herz-Kreislaufprobleme, Verdauungsschwierigkeiten, Schlafstörungen oder Diabetes - und verkürzen so Ihre Lebenszeit.

          Und wenn eine Eule nun aber früh aufstehen muss?

          Gut ist dies wie gesagt nicht. Auf jeden Fall sollte die Eule versuchen genug zu schlafen, selbst wenn sie abends nicht rechtzeitig müde wird, zum Beispiel einen Mittagsschlaf halten.

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