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Arbeitszeugnis : In fünf Schritten zur optimalen Beurteilung

Jeder wünscht sich, dass in seiner Bewerbungsmappe nur gute Arbeitszeugnisse landen. Dafür gibt es Einiges zu beachten. Bild: ZB

Stimmt der Aufbau? Fehlt eine wichtige Information? Haben Sie alle Formalia beachtet? Fünf Bausteine, die in keinem guten Arbeitszeugnis fehlen dürfen.

          Wer wissen will, ob sein Zeugnis den Standardanforderungen entspricht, sollte auf diese Bausteine achten (in längerer Form nachzulesen auf arbeitszeugnis-bewerten.de). -Einleitung: Hier werden formale Angaben gemacht wie Name und Geburtsdatum und gegebenenfalls der Geburtsort, die genaue Tätigkeit/Berufsbezeichnung sowie die Beschäftigungsdauer. Allgemeine Informationen über den Arbeitgeber, die Mitarbeiterzahl und möglicherweise die Abteilung und Produkte sollen einen Einblick über das Arbeitsumfeld und die Position geben.

          Tätigkeitsbeschreibung

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Die Darstellung des Aufgabenfeldes und der tatsächlich ausgeführten Tätigkeiten im Rahmen einer bestimmten Position erfolgt der Wichtigkeit nach absteigend. Hier können neben regelmäßig ausgeübten Tätigkeiten auch Sonderprojekte oder Karrierestationen dargestellt werden. Die Tätigkeitsbeschreibung sollte sachlich sein und noch nicht bewerten.

          Leistungsbeurteilung

          Das Herzstück, da hier Auskunft über Fachwissen, Berufserfahrung, Motivation, Arbeitsbefähigung, Weiterbildungsverhalten, Arbeitsweise und Arbeitsergebnis gegeben wird. Insbesondere die Vollständigkeit der Angaben und die Formulierung der Aussagen sind wichtig, da das Weglassen einzelner Aspekte negativ auffällt. Dann ist von „beredtem Schweigen“ die Rede, da eine fehlende Aussage gleichzusetzen ist mit mangelhafter Leistung, die damit bewusst oder unwissentlich zum Ausdruck gebracht wird. Üblicherweise wird die Beurteilung mit der Gesamtzufriedenheitsformel bilanziert. Diese stellt eine zusammengefasste Beurteilung dar.

          Persönliches Verhalten

          Die soziale Kompetenz des Mitarbeiters umfasst soziale Fähigkeiten wie Kommunikation mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden. Es wird beurteilt, ob und wie ein Arbeitnehmer zum Geschäfts- und Betriebsklima beiträgt. Neben üblichen Standardformulierungen sind auch sehr individuell verfasste Aussagen möglich, die dem Arbeitszeugnis eine persönliche Note verleihen können.

          Schlussteil

          Formal abgeschlossen wird das Dokument mit Datumsangabe und Unterschriften. Wichtig ist zuvor die „Beendigungsinitiative“. Hier wird der Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses genannt, was durchaus brisant sein kann. Neutral wirkende Formulierungen wie „wird das Arbeitsverhältnis in beidseitigem Einvernehmen beendet“ weisen auf Unstimmigkeiten hin, wenn nicht sogar auf eine vom Arbeitgeber veranlasste Kündigung.

          Optischer Gesamteindruck

          Wie bei Bewerbungsdokumenten zählt natürlich auch der optische Gesamteindruck eines Arbeitszeugnisses. Das Verwenden von Geschäftspapier, einer durchgängigen Formatierung, einer fehlerfreien Rechtschreibung und Grammatik sind eigentlich selbstverständlich, wenn auch nicht immer gegeben.

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