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Wettbewerb um ITler : Nur Amerika ist unter IT-Fachkräften beliebter als Deutschland

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Die Digitalisierung ist im Gange: Ein Roboter fährt bei der Vorstellung einer vollautomatisierten Modellfabrik an der Uni Kassel durch den Raum. Bild: dpa

Informatiker sind gefragt und Deutschland hat im Wettbewerb ziemlich gute Karten, wie eine neue Studie zeigt. Aber längst nicht in jedem Land wollen die Fachleute überhaupt auswandern.

          Trotz des durchwachsenen Rufs bei der Digitalisierung gehört Deutschland einer Umfrage zufolge bei Digital-Fachkräften zu den attraktivsten Arbeitsmärkten der Welt. Rund ein Drittel von knapp 27.000 weltweit befragten Digitalexperten seien demnach bereit, für einen Job nach Deutschland zu kommen, teilte die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group am Freitag mit. Sie hatte die Studie zusammen mit der Job-Plattform Stepstone erstellt. Nur die Vereinigten Staaten sind noch beliebter: Dort zu arbeiten können sich rund 40 Prozent der Befragten vorstellen. Auf Platz drei landete Kanada. Beliebt sind überdies Australien und Großbritannien.

          Unter Digitalfachleuten fasst die Studie unter anderem Fachkräfte aus den Bereichen Datengewinnung und -analyse sowie Entwickler und Programmierer zusammen. Auch bei den beliebtesten Städten kann Deutschland mithalten: Nach London und New York City gilt Berlin als die drittbeliebteste Stadt, in die Digitalexperten für die Arbeit ziehen würden. Auf Rang vier und fünf folgen Amsterdam und Barcelona.

          Männer in der Überzahl

          „Die Mobilität von Fachkräften mit digitaler Expertise variiert deutlich je nach Land, in dem sie leben“, schreiben die Autoren. In manchen Ländern seien mehr als 70 Prozent der befragten Experten bereit, ihr Heimatland zu verlassen - etwa in Indien und Brasilien. In China wiederum gaben nur 38 Prozent der Teilnehmer diese Bereitschaft an. In Deutschland liegt die Quote bei rund 62 Prozent. Die drei beliebtesten Städte, in die deutsche IT-Fachkräfte umziehen würden, sind London, Amsterdam und New York City.

          Der Studie zufolge haben 80 Prozent einen Hochschulabschluss und Männer sind klar in der Überzahl (68 Prozent). Die meisten streben zudem eine Stelle in einem großen Unternehmen an.

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