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Neue Studie : Gleitzeit erleichtert Müttern den Wiedereinstieg

  • Aktualisiert am

Nach der Babypause zurück in den Beruf: Wie gelingt das? Bild: dpa

Nach der Elternzeit wieder zurück in den Beruf: Was können Arbeitgeber eigentlich tun, damit Müttern dieser Schritt gelingt? Mit dieser Frage hat sich jetzt eine neue Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung beschäftigt.

          In Betrieben mit Gleitzeit kehren Frauen einer Studie zufolge nach der Elternzeit eher in ihren Job zurück. Bei flexiblen Arbeitszeiten steige die Wahrscheinlichkeit für den Wiedereinstieg um etwa 60 Prozent, erklärte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Düsseldorf bei der Vorstellung der Studie. Ein gewisses Maß an Flexibilität könne entscheidend zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen, sagte die Arbeitszeit-Expertin der Stiftung, Yvonne Lott.

          Auch die Wochenendarbeit von Müttern habe einen positiven, wenn auch zwiespältigen Effekt: Frauen mit Kindern seien offenbar darauf angewiesen, die Arbeitswoche auszudehnen, um den beruflichen Wiedereinstieg zu schaffen, erklärte Lott. Nachtschichten des Partners hingegen wirkten sich negativ auf die Rückkehr ins Berufsleben der Mütter aus.

          Der Studie zufolge nehmen 96 Prozent der Frauen Elternzeit und dies meistens für zwölf Monate, während jeder dritte Mann in Elternzeit gehe und in der Regel zwei Monate für die Kinder sorge. Frauen arbeiteten überwiegend Teilzeit: Laut Studie sind vier von fünf Teilzeitbeschäftigten weiblich. Mehr als die Hälfte der Mütter mit Kindern unter drei Jahren seien nicht erwerbstätig, ein Viertel von ihnen arbeite in Teilzeit.

          Für die Studie wurden Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) aus den Jahren 2003 bis 2013 untersucht.

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