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Krankenkassen-Studie : Mit 36 Jahren da fängt der Stress erst an

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Alles gleichzeitig: Beruf, Familie, ständige Erreichbarkeit Bild: dpa

Besonders zwischen 36 und 45 Jahren sind die Deutschen in der Haupt-Stressphase ihres Lebens. Dann müssen sie oft Beruf, Kinderbetreuung und Versorgung der Eltern gleichzeitig vereinbaren. Insgesamt fühlen sich die Deutschen deutlich gestresster als früher.

          Millionen Deutsche fühlen sich zunehmend gestresst: Bei 53 Prozent der Erwachsenen ist das Leben nach eigenem Empfinden in den vergangenen Jahren stressiger geworden. Das geht aus einer Studie der Techniker Krankenkasse hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde und für die das Institut Forsa 1000 Menschen befragt hat. Besonders belastet sind demnach Menschen zwischen 36 und 45 Jahren. 80 Prozent dieser Generation fühlen sich unter Druck. Die Autoren der Studie machen dafür verantwortlich, dass sich Angehörige dieser Altersgruppe oft gleichzeitig um Beruf, Kinder und die eigenen Eltern kümmerten. Frauen fühlen sich häufiger gestresst als Männer, Großstädter häufiger als Landbewohner.

          Die Folgen seien, dass die Neigung zu mehreren gesundheitlichen Beschwerden durch den Stress zunehmen. So hätten etwa gestresste Menschen häufiger Rücken- und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen.

          Beruflicher Stress nicht per se negativ

          Insgesamt fühlen sich fast sechs von zehn Deutschen zumindest teilweise gestresst, jeder Fünfte sogar häufig. Mit 47 Prozent nennen die meisten gestressten Menschen den Beruf als Belastungsfaktor Nummer eins, gefolgt von hohen Ansprüchen an sich selbst (41 Prozent) und privaten Konflikten (34 Prozent).

          Allerdings: Beruflicher Stress sei nicht per se negativ, so die Studienautoren. Jeder zweite Berufstätige sagte demnach, Stress sporne ihn an. Jeder fünfte läuft sogar unter Druck erst richtig zur Hochform auf. Eine Herausforderung sei es jedoch, dass sich Arbeit und Freizeit immer schlechter trennen ließen. Vier von zehn Berufstätigen hätten angegeben, dass sie ständig erreichbar seien.

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